SP-Hergovich: Banken sollen aufhören, die Leute für dumm zu verkaufen
SP-Hergovich: Banken sollen aufhören, die Leute für dumm zu verkaufen
Zinspreisdeckel statt Belehrung notwendig
St. Pölten (OTS) – „Es ist zutiefst unanständig, dass die Banken ihre Kundinnen und Kunden für dumm verkaufen, statt endlich etwas für sie zu tun. Hunderttausende Menschen im Land vertrauen den Banken. Dieses Vertrauen ist der große Schatz der Geldinstitute und darf nicht gefährdet werden. Doch statt auf die Sorgen der Häuslbauer im Land einzugehen, die ihre Kredite kaum mehr bedienen können, beschimpfen die Banken ihre Kundinnen und Kunden. Dass die Sparte Banken der Wirtschaftskammer Geld ausgibt, um ihren Kundinnen und Kunden auszurichten, dass sie sie für dumm halten, ist ein Skandal und eine echte Frechheit“, sagt Kontrollandesrat und SPÖ-NÖ-Vorsitzender Sven Hergovich.
„Die Leute im Land brauchen keine Belehrungen von den Banken. Statt ständig mit dem Finger auf andere zu zeigen, sollen die Bankenvertreter lieber einmal nachdenken, warum wir in Österreich viel mehr variable Kredite als im europäischen Schnitt haben und was das mit ihrer eigenen Beratungsleistung zu tun hat. Es wird wohl kein Zufall sein, dass in Deutschland 16 Prozent der Kredite rein variable sind und bei uns 51%. Mehr Demut statt Kunden-Demütigung wäre hier angesagt. Keinem Kreditnehmer und keiner Kreditnehmerin ist geholfen, wenn man ihnen ausrichtet, dass sie selber Schuld sein. Kein Kind kann weiter im eigenen Garten aufwachsen, wenn die Banken deren Eltern beschimpfen. Statt ständig abzulenken, müssen die Banken Verantwortung übernehmen. Ein Zinspreisdeckel von 3% für die ersten 300.000 Euro Kredit wären ein echter Beitrag. Mehr beitragen und weniger beleidigen – das wäre eigentlich das Motto der Stunde“, schließt Hergovich.
SPÖ Niederösterreich
Daniel Steinlechner
Pressesprecher
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