KORREKTUR zu OTS0006 vom 02.01.2026: Marterbauer/Eibinger-Miedl: Das bringt das neue Jahr

KORREKTUR zu OTS0006 vom 02.01.2026: Marterbauer/Eibinger-Miedl: Das bringt das neue Jahr

Stärkere Betrugsbekämpfung, weniger Belegausdrucke, mehr Transparenz, verbesserte Finanzbildung und mehr Netto bei Arbeiten an Feiertagen

2026 bringt eine Reihe von wichtigen Neuerungen aus dem Finanzressort, die zu mehr Gerechtigkeit für ehrliche Steuerzahlerinnen und Steuerzahler und bessere Verdienstmöglichkeiten für engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu Entbürokratisierung und zu mehr Transparenz führen werden.

„Das Jahr 2025 stand vor allem im Zeichen der Budgetkonsolidierung. Um diese zu erreichen, wurde eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt. Trotz der strengen budgetären Vorgaben gibt es Offensiven im Sinne der Gerechtigkeit und im Sinne der Beschäftigten und der Wirtschaft. Unter anderem wird die Betrugsbekämpfung intensiviert, die Transparenz der Budgets auf Länder- und Gemeindeebene erhöht und das Arbeiten an Feiertagen und Überstundenleistungen, etwa in der Gastronomie oder in Pflegeberufen attraktiviert“, so Finanzminister Markus Marterbauer.

„Mit dem Doppelbudget 2025/26 haben wir einen verantwortungsvollen Kurs eingeschlagen, um die Staatsfinanzen nachhaltig zu stabilisieren. Gleichzeitig setzen wir wichtige Impulse für Leistung, Unternehmertum und Beschäftigung – von der höheren Basispauschalierung bis zur steuerfreien Mitarbeiterprämie. Im neuen Jahr geht es darum, diesen Kurs konsequent fortzusetzen: solide Finanzen, klare Prioritäten und die Entlastung der Wirtschaft als Grundlage für nachhaltiges Wachstum. So schaffen wir den Aufschwung für Österreich“, so Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl.

Betrugsbekämpfung – mehr Gerechtigkeit und Schutz der redlichen Wirtschaft

Das Maßnahmenpaket im Bereich der Steuerbetrugsbekämpfung und gegen unerwünschte Steuervermeidung wird Mehreinnahmen in der Höhe von 270 Millionen Euro im Jahr 2026 zusätzlich einbringen. Gleichzeitig geht das Paket mit dem Schutz der redlichen Wirtschaft vor illegalen und wettbewerbsverzerrenden Handlungen einher. Diese sind essenziell für eine funktionierende Wirtschaft und ein gerechtes Steuersystem. Unter anderem werden 2026 folgende Maßnahmen in diesem Bereich gesetzt: Die Abschaffung des Vorsteuerabzugs bei Vermietung von Immobilien ab Anschaffungs- und Herstellungskosten von 2 Millionen Euro, ein Lückenschluss bei der steuerlichen Behandlung von Zuwendungen ausländischer stiftungsähnlicher Gebilde, die effektivere Bekämpfung von Scheinunternehmen oder der verbesserte Austausch im Zusammenhang mit der Besteuerung von Kryptowerten.

Neue Regelungen bei Überstunden und Feiertagsarbeitsentgelt – mehr Netto am Ende des Monats

Mit den neuen Regelungen bei Überstunden und Feiertagsarbeitsentgelt werden all jene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entlastet, die regelmäßig an Feiertagen arbeiten oder Überstunden machen. Allein im Gesundheits- und Pflegebereich und in der Gastronomie und im Tourismus arbeiten rund eine halbe Million Menschen Berichten zufolge regelmäßig an Feiertagen. Etwa 2/3 aller Beschäftigten machen regelmäßig Überstunden. Für 2026 gilt ein neuer Freibetrag in der Höhe von 170 Euro für bis zu 15 Überstunden pro Monat. Zusätzlich gilt seit dem 1. Jänner, dass Feiertagsarbeit (bis zu 400 Euro im Monat) steuerfrei ist. Damit bleibt engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Netto von ihrem Gehalt.

Stabilitätspakt bringt mehr Transparenz

Der Abschluss des Stabilitätspaktes war eine der wichtigsten Maßnahmen des vergangenen Jahres. Neben den Defizitgrenzen für Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen für die kommenden Jahre, kommt es ab 2026 zu einer deutlich verbesserten Transparenz. In Zukunft werden alle Bundesländer ihre Haushaltsdaten monatlich liefern und diese Daten werden, nicht wie bisher gesammelt für alle Bundesländer, sondern einzeln pro Bundesland abgebildet sein. Damit ist eine raschere Reaktion und eine bessere Prognose möglich.

Weiterentwicklung der Finanzbildungsstrategie

Mit dem im Herbst verabschiedeten Jahresplan 2026 wurden die letzten Arbeitsschwerpunkte für die laufende nationale Finanzbildungsstrategie festgelegt. Von der Förderung von Schulungen für Fachkräfte über neue Unterrichtsmaterialien, die Sensibilisierung von Unternehmerinnen und Unternehmern bis hin zu Aktionen wie dem Financial Future Day wird das Finanzwissen in Österreich gestärkt. Im kommenden Jahr werden zudem erstmals Zertifikate an Schulen vergeben, die sich besonders um die Finanzbildung der Schülerinnen und Schüler engagieren. Gleichzeitig wird unter Einbindung der Finanzbildungs-Community und Stakeholdern an der Folgestrategie gearbeitet, die ab 2027 gelten soll.

Technische Weiterentwicklung der Registrierkassen bringt weniger Belegausdrucke

Durch technische Weiterentwicklungen der Registrierkassensysteme kommt es im Jahr 2026 auch zu deutlichen Vereinfachungen bei der Erteilung von Belegen nach einem Einkauf, die gleichzeitig auch weiterhin die Betrugsbekämpfung forciert. Durch die verstärkte Digitalisierung wird ab Oktober 2026 der Zettelausdruck vermindert. Trotz der weiterhin bestehenden Wahlmöglichkeit bei Unternehmerinnen und Unternehmern zwischen Papierbelegen und digitalen Belegen ist künftig die Belegerteilungspflicht auch dann erfüllt, wenn der Unternehmer dem Kunden das Auslesen des Belegs mittels digitalem Endgerät ermöglicht. Das Recht auf einen Papierbeleg wird fest verankert. Darüber hinaus kam es ab dem 1. Jänner zur Unterstützung der Klein- und Kleinstunternehmer durch die Inflationsanpassung der Umsatzgrenze bei der so genannten „Kalte Hände Regelung“ und der unbefristeten Verlängerung der „15-Warengruppen-Regelung“.

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