FPÖ – Brückl: „Den Personalmangel in der Elementarpädagogik mit einer PR-Kampagne lösen zu wollen, kommt einer Kapitulation gleich!“

FPÖ – Brückl: „Den Personalmangel in der Elementarpädagogik mit einer PR-Kampagne lösen zu wollen, kommt einer Kapitulation gleich!“

NEOS-Bildungsminister Wiederkehr beschränkt sich auf bloße Ankündigungen statt echter Maßnahmen

„Den akuten Personalmangel bei den Elementarpädagogen allein mit einer plumpen PR-Kampagne bekämpfen zu wollen, kommt einer Kapitulation vor diesem großen Problem gleich. Es ist genauso wie beim Lehrermangel: Wiederkehr beschränkt sich auf bloße Ankündigungen, ohne tatsächlich Maßnahmen durchzusetzen“, so kritisierte heute FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Hermann Brückl die von NEOS-Bildungsminister Wiederkehr präsentierte Kampagne, mit der das Berufsbild der Elementarpädagogen attraktiviert werden soll.

Besonders kritisierte Brückl die Ignoranz gegenüber dem drohenden Kollaps im System: „Woher sollen die benötigten Elementarpädagogen denn kommen, wenn wir seit Jahren wissen, dass bis 2030 rund 14.000 Fachkräfte fehlen werden? Und bei dieser Horrorzahl ist das von den Systemparteien geplante zweite ‚Zwangskindergartenjahr‘ noch gar nicht miteinberechnet! Statt das Problem an der Wurzel zu packen, flüchtet sich Wiederkehr in leere Ankündigungen und will mit der geplanten Akademisierung an den bisherigen Irrwegen festhalten. Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die im System täglich an ihre Grenzen stoßen.“ Für den freiheitlichen Bildungssprecher fehle es an jeglicher Planung und Vernunft, wie auch die Debatte um das zweite Kindergartenjahr zeige: „Es gibt bislang überhaupt keine Richtlinien, wie der Bedarf für dieses zweite Kindergartenjahr erhoben, welche Qualifikationsfeststellungen getroffen und welche Objektivierungskriterien dafür herangezogen werden sollen. Das ist planloses Chaos auf Kosten unserer Kinder und Familien. Ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr sollte es überhaupt nur für jene Kinder geben, die nicht ausreichend oder gar kein Deutsch sprechen!“

Mit Plakaten und Inseratschaltungen könne man jedenfalls keine Attraktivierung dieses wichtigen Berufs erreichen, dies sei nichts anderes als ein „Placebo auf Steuerzahlerkosten“. „Das ist ein reines Ablenkungsmanöver des pinken Bildungsministers, um Aktivität zu heucheln, während sich am Grundproblem des Personalmangels genau gar nichts ändert. Daher ist auch Wiederkehrs Ankündigung von einheitlichen Mindeststandards in den Kindergärten Wunschdenken und ein Tropfen auf den heißen Stein“, betonte Brückl.

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