BMI-Themenmonitor: Bevölkerung befürwortet strenge Asylregeln, Gefährderüberwachung und polizeiliche Videoüberwachung

BMI-Themenmonitor: Bevölkerung befürwortet strenge Asylregeln, Gefährderüberwachung und polizeiliche Videoüberwachung

Repräsentative bundesweite Umfrage bestätigt deutlichen Wunsch der österreichischen Bevölkerung nach strengen Regeln im Asyl- und Sicherheitsbereich

Der aktuelle „Themenmonitor“ des Innenministeriums, eine Umfrage durchgeführt vom Marktforschungsinstitut Ipsos, liefert ein repräsentatives Bild der öffentlichen Meinung in Österreich zu Asyl, Migration, Außengrenzschutz und anderen sicherheitsrelevanten Maßnahmen.

Zusammengefasst zeichnet dieses Bild eine teilweise sorgenbehaftete Sichtweise der Bevölkerung, vor allem was das Thema Migration anbelangt. Die Maßnahmen des Innenministeriums – in diesen und anderen Bereichen – werden im Lichte dieser Stimmungslage jedoch als überwiegend positiv gesehen, etwa der Stopp des Familiennachzugs in bestimmten Bereichen und die konsequente Abschiebepolitik.

Zum Themenmonitor wurden 1.245 Personen ab 16 Jahren im Zeitraum zwischen 18. September und 6. Oktober 2025 befragt.

KLARE MEHRHEIT FÜR HARTE REGELN IM ASYLSYSTEM

Die Forderung nach strengeren Maßnahmen findet breite Zustimmung: 69 Prozent unterstützen konsequente Rückführungen bei abgelehnten Asylanträgen. Ebenso viele sprechen sich dafür aus, keine Asylanträge zuzulassen, wenn Schlepper für die illegale Einreise nach Österreich genutzt wurden. 66 Prozent befürworten die sofortige Zurückweisung illegal Eingereister und 63 Prozent sehen in der Migration mehr Probleme als Chancen. 61 Prozent der Befragten wünschen sich weitere Einschränkungen beim Zugang von Asylwerbern zu Sozialleistungen und 55 Prozent befürworten den Stopp beziehungsweise die Einschränkung des Familiennachzugs. Mit steigendem Alter nimmt die Zustimmung zu härteren Asylregeln deutlich zu; junge Erwachsene positionieren sich etwas zurückhaltender.

ÖSTERREICH SOLL ALS STANDORT FÜR QUALIFIZIERTE FACHKRÄFTE ATTRAKTIVER WERDEN

41 Prozent sehen einen Aufholbedarf im internationalen Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte. Besonders städtische Bevölkerungsgruppen und Höhergebildete betonen die Bedeutung einer verstärkten Fachkräfte-Strategie durch gezielte Zuwanderung.

DREI VIERTEL BEFÜRWORTET GEFÄHRDERÜBERWACHUNG

76 Prozent der Bevölkerung befürworten die Überwachung identifizierter Hochrisiko-Gefährder. 85 Prozent der Menschen sind der Meinung, dass die Überwachung von Hochrisiko-Gefährdern nötig ist, um Terroranschläge zu verhindern. Gleichzeitig ist der Wunsch nach rechtsstaatlicher Absicherung groß: 86 Prozent unterstreichen die damit verbundene Bedeutung von effektivem Rechtsschutz und Missbrauchsvermeidung.

72 PROZENT FÜR AUSWEITUNG POLIZEILICHER VIDEOÜBERWACHUNG

Eine Ausweitung der polizeilichen Überwachung an gefährdeten öffentlichen Orten wird von knapp drei Vierteln (72 Prozent) der Bevölkerung befürwortet. 84 Prozent sind der Meinung, dass polizeiliche Videoüberwachung dabei hilft, Straftaten aufzuklären, und 73 Prozent empfinden dadurch ein erhöhtes Sicherheitsgefühl. Die Mehrheit der Befragten (55 Prozent) sieht durch die polizeiliche Videoüberwachung keinen oder eher keinen Eingriff in die Privatsphäre.

GEFÄHRDERÜBERWACHUNG UND VIDEOÜBERWACHUNG UMGESETZT – NATIONALE UMSETZUNG DES ASYLPAKTS IN VORBEREITUNG

Zwei wesentliche Aspekte, nämlich die Gefährderüberwachung, die bereits im Nationalrat beschlossen wurde und mit 2027 startet, sowie die Ausweitung der Möglichkeiten für polizeiliche Videoüberwachung mit Sommer 2025, konnten bereits umgesetzt werden.

In Vorbereitung ist derzeit die nationale Umsetzung des europäischen Asylpakts. Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen in Österreich gesetzt, um illegale Migration zu bekämpfen und gegen Null zu drängen, beispielsweise den Stopp des Familiennachzugs, die Neuaufstellung des Grenzschutzes, die Einführung von Arbeitspflicht und Grundregelkursen, die Einführung der Sachleistungskarte und den Start von Abschiebungen direkt in Länder wie Syrien und Afghanistan.

Österreich wurde damit über die Jahre vom Einzelkämpfer zum Vorreiter in Europa. Der nun beschlossene europäische Asylpakt sieht die weitere Stärkung des EU-Außengrenzschutzes, die Registrierung von Migrantinnen und Migranten direkt an den Außengrenzen, den verbesserten Datenaustausch zwischen Behörden, Asylverfahren und Rückkehrzentren in Staaten außerhalb Europas sowie eine Effizienzsteigerung des Dublin-Systems vor.

DIE UMFRAGE IM DETAIL

Detailergebnisse der Umfrage sowie Metadaten zur Forschungsmethode sind auf der Homepage des Innenministeriums verfügbar.

Bundesministerium für Inneres
Abteilung I/C/10 – Öffentlichkeitsarbeit
Ressortsprecher des Bundesministeriums für Inneres
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