GPA zu Infineon-Deal bei ams-Osram: Beschäftigungsgarantie und Standortsicherung jetzt bindend festschreiben!

GPA zu Infineon-Deal bei ams-Osram: Beschäftigungsgarantie und Standortsicherung jetzt bindend festschreiben!

Teiber: „Öffentliche Förderungen dürfen nicht zur Aushöhlung eines Leitbetriebs führen – Produktion in Premstätten sichern, Know-how halten, Jobs garantieren“

Angesichts der Berichte über einen bevorstehenden Verkauf zentraler Geschäftsaktivitäten von ams-Osram an Infineon fordert die Gewerkschaft GPA sofortige Klarheit und verbindliche Zusagen für die 1.300 Beschäftigten am Standort Premstätten. „Wenn Technologie, Prozesse und Patente den Eigentümer wechseln sollen, dann braucht es eine Beschäftigungsgarantie, eine Standortsicherung für Premstätten und ein klares Investitionsprogramm. Die öffentliche Hand hat mit erheblichen Mitteln den Aufbau unterstützt – darauf darf nicht eine Aushöhlung des heimischen Produktionsstandorts folgen“, sagt Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA. „Ohne eindeutige, rechtlich bindende Zusagen ist dieser Deal brandgefährlich für Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Zukunftsfähigkeit des Standorts.“

Teiber weiter: „Wir sehen seit Jahren, wie kurzfristige Entscheidungen und Sparprogramme wertvolles Know-how gefährden. Das darf sich bei ams-Osram nicht wiederholen. Wer Technologien herauskauft und die Fertigung anderswo hochfährt, riskiert, dass Kompetenzen und Fachkräfte im Land verloren gehen. Das ist betriebswirtschaftlich kurz gedacht und volkswirtschaftlich schädlich.“

Die GPA fordert daher:

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Eine schriftliche Beschäftigungs- und Standortgarantie für alle Mitarbeiter:innen in Premstätten, inklusive Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen sowie eines verbindlichen Investitionsplans.

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Volle Transparenz gegenüber Betriebsrat und Belegschaft über die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Teilverkaufs auf Auslastung, Betriebsergebnis und die mittel- bis langfristige Perspektive.

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Prüfung des Förderregimes: Bundes- und Landesregierung müssen sicherstellen, dass Förderungen – auch aus dem EU Chips Act – an klare Standort- und Beschäftigungsauflagen geknüpft bleiben und nicht zur Filetierung eines österreichischen Prestigeprojekts führen.

„Industriepolitik ist mehr als Buchhaltung: Gerade in der Halbleiter- und Sensorikbranche entscheidet die Frage, wo produziert wird, über Wertschöpfung und technologische Souveränität“, betont Teiber insbesondere am Tag der Verkündung der Industriestrategie.

Gewerkschaft GPA – Öffentlichkeitsarbeit
Daniel Gürtler
Tel.: 05 0301-21225
Mobil: 0676/817 111 225
E-Mail: daniel.guertler@gpa.at
Website: https://www.gpa.at

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