UNOS Tirol kontern ÖVP-Wirtschaftslandesrat Gerber: Verantwortung für Umsetzung von Reformen liegt in den eigenen Reihen

UNOS Tirol kontern ÖVP-Wirtschaftslandesrat Gerber: Verantwortung für Umsetzung von Reformen liegt in den eigenen Reihen

Nach den jüngsten Aussagen von Tirols Wirtschaftslandesrat Mario Gerber, der bei einem Pressegespräch vor einer „Minute vor zwölf“ für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie warnte und „endlich Taten“ einforderte, üben UNOS – Unternehmerisches Österreich scharfe Kritik an der politischen Doppelrolle des Tiroler Wirtschaftsbunds.

„Wenn Vertreter des Wirtschaftsbunds öffentlich Reformen einmahnen, während sie selbst in zentralen wirtschaftspolitischen Machtpositionen sitzen, wirkt das wenig glaubwürdig“, erklärt UNOS Landessprecherin Tirol Shari Kuen. „In Tirol sind wirtschaftspolitische Schlüsselpositionen eng miteinander verflochten: Der Nationalratsabgeordnete Franz Hörl ist im Tiroler Wirtschaftsbund aktiv, Barbara Thaler ist Präsidentin der Wirtschaftskammer Tirol und mit Martha Schultz kommt auch die neu angelobte Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich aus Tirol. Wer so stark in den Strukturen verankert ist, trägt Verantwortung und kann sich nicht auf Zurufe von der Seitenlinie beschränken.“

Gerade in einer Phase wirtschaftlicher Unsicherheit brauche es laut UNOS keine symbolischen Warnungen, sondern konkrete Reformschritte. „Die Wirtschaft braucht keine PR-Botschaften, sondern mutige Entscheidungen: weniger Bürokratie, echte Entlastung der Unternehmen und eine moderne, transparente Interessenvertretung“, betont Kuen.

Besonders kritisch sehen UNOS, dass Reformrhetorik und tatsächliches Handeln seit Jahren auseinanderklaffen. „Es reicht nicht, bei Pressekonferenzen Alarm zu schlagen und gleichzeitig bestehende Machtstrukturen unangetastet zu lassen. Wer Wettbewerbsfähigkeit ernst meint, muss auch bereit sein, eingefahrene Systeme zu verändern – gerade innerhalb der Wirtschaftskammer und der parteinahen Organisationen“, so Kuen weiter.

UNOS Tirol fordern daher ein Ende der politischen Selbstinszenierung und einen echten Reformkurs: mehr Entlastung, zielgerichtete Dienstleistungen für Mitglieder sowie eine effizientere und transparentere Organisation der Kammer. „Die heimischen Unternehmerinnen und Unternehmer erwarten konkrete Lösungen – keine symbolischen Appelle aus den eigenen Reihen“, hält Kuen abschließend fest.

UNOS – Unternehmerisches Österreich vertreten seit 2014 die Interessen liberal denkender Unternehmerinnen und Unternehmer und sind in acht Wirtschaftsparlamenten präsent.

UNOS – Unternehmerisches Österreich
Mag. Lena Nagl
Telefon: +4367683414446
E-Mail: lena.nagl@unos.eu
Website: https://www.unos.eu

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender