ÖVP – Edelmann/Gorlitzer: Millionen für Prestigeprojekte, Sparstift bei gewachsenen Kulturgütern
ÖVP – Edelmann/Gorlitzer: Millionen für Prestigeprojekte, Sparstift bei gewachsenen Kulturgütern
Schieflage der SPÖ-Neos-Stadtregierung bei Kulturförderungen – Prioritäten zulasten bewährter Institutionen.
Im Zuge der heutigen Debatte im Wiener Gemeinderat kritisierten Gemeinderätin Judith Edelmann, Kultursprecherin der Wiener Volkspartei, und Gemeinderat Michael Gorlitzer, Mitglied im Kulturausschuss, die Förderpraxis der SPÖ-Neos-Stadtregierung im Kulturbereich. Angesichts einer angespannten Budgetsituation sei es nicht nachvollziehbar, warum weiterhin Millionenbeträge in einzelne Projekte fließen, während etablierte Kulturinstitutionen vernachlässigt oder auf später vertröstet werden.
KUNSTHAUSWIEN UND KLIMA-BIENNALE: VIEL GELD, WENIG SPARWILLE
Besonders deutlich äußerte sich Judith Edelmann zur Entwicklung rund um das KunstHausWien und die Klima-Biennale: „Die Jahresförderung des KunstHauses Wien ist in den letzten drei Jahren massiv gestiegen – und trotzdem wird in Zeiten budgetärer Knappheit an einer Klima-Biennale festgehalten, die über 1,3 Millionen Euro an Fördermitteln verschlingt“, so Edelmann.
Sie verwies darauf, dass sich Umfang und Dauer der Biennale deutlich reduziert hätten, der finanzielle Aufwand jedoch kaum gesunken sei: „Man hätte die Kosten auf ein Drittel senken können – etwa durch eine Triennale. Damit wären Mittel frei geworden, um andere Kulturformate abzusichern.“
VERNACHLÄSSIGTE KULTURSCHÄTZE STATT IDEOLOGISCH SELEKTIVER FÖRDERUNG
Gemeinderat Michael Gorlitzer spannte den Bogen weiter und ortete ein grundsätzliches Problem in der Förderlogik der SPÖ-Neos-Stadtregierung: „Förderungen im Kulturbereich sind immer schwerer zu argumentieren, wenn Sparsamkeit nötig ist, aber gleichzeitig Geld in Vereine fließt, die nur ein sehr selektives Publikum ansprechen“, erklärte Gorlitzer.
Während Projekte wie das KunstHausWien zusätzliche Mittel erhalten, würden bedeutende Einrichtungen wie die Hermesvilla im Lainzer Tiergarten oder die Kammeroper auf notwendige Investitionen warten. „Hier werden historische und stark besuchte Kulturgüter vernachlässigt, obwohl der Stadtrechnungshof seit Jahren Handlungsbedarf aufzeigt“, so Gorlitzer.
FÖRDERUNGEN MIT PARTEIPOLITISCHEM BEIGESCHMACK
Kritisch äußerte sich Gorlitzer auch zu Förderungen an kulturpolitisch nahestehende Vereine: „Wenn Fördermittel faktisch zur parteinahen Informationsarbeit verwendet werden, ist das nichts anderes als versteckte Parteienförderung aus Steuergeld.“ Gleichzeitig fehle es bei vielen dieser Einrichtungen an Transparenz, Auslastung und nachvollziehbarer Wirkung.
„Kulturförderung braucht klare Prioritäten, Transparenz und Verantwortung gegenüber den Steuerzahlern. Die SPÖ-Neos-Stadtregierung verteilt Millionen für Prestige- und Nischenprojekte, während bewährte Kulturgüter auf der Strecke bleiben. Dieser Weg ist kulturpolitisch kurzsichtig und budgetär unverantwortlich“, halten Judith Edelmann und Michael Gorlitzer abschließend fest.
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