DIE RÜBENBAUERN begrüßen EU-Initiative zur Stabilisierung des Zuckermarktes

DIE RÜBENBAUERN begrüßen EU-Initiative zur Stabilisierung des Zuckermarktes

EU muss europäische Zuckerproduktion wirksam und nachhaltig absichern

Die Vereinigung DIE RÜBENBAUERN begrüßt die gestrige Ankündigung des EU-Kommissars für Landwirtschaft und Ernährung, Christophe Hansen, als wichtigen ersten Schritt zur Entlastung des angespannten EU-Zuckermarktes.

„Die Ankündigung des Kommissars, als ersten Schritt eine vorübergehende Aussetzung der aktiven Veredelung für Zucker vorzuschlagen, ist aus unserer Sicht dringend notwendig und längst überfällig“, betont Ernst Karpfinger, Präsident der Vereinigung DIE RÜBENBAUERN. „Die zollfreien Einfuhren im Rahmen dieser Regelung haben mittlerweile ein Ausmaß erreicht, das den europäischen Zuckermarkt massiv unter Druck setzt.“

Die Einfuhren im Rahmen der aktiven Veredelung befinden sich auf dem höchsten Stand seit mindestens fünf Jahren und machen inzwischen den größten Teil der EU-Zuckereinfuhren aus. Dadurch nähern sich die EU-Preise zunehmend dem Weltmarkt an, der durch Dumpingpreise und umfangreiche Subventionen großer Zuckerproduzenten und -exporteure verzerrt ist.

In diesem Zusammenhang begrüßen DIE RÜBENBAUERN auch ausdrücklich den angekündigten Ausschluss von Zucker aus dem Handelsabkommen zwischen der EU und Indien. „Es ist richtig und wichtig, endlich zu erkennen, dass sensible Produkte, wie Zucker, aus diesem und künftigen Abkommen ausgeklammert werden müssen, um den europäischen Zuckermarkt nicht noch weiter unter Druck zu setzen und die Eigenversorgung zu gefährden“, erklärt Präsident Karpfinger

Die aktuellen Entscheidungen seien konkrete Schritte der Europäischen Kommission zur Verbesserung der politischen Kohärenz. „Wir unterstützen den Kommissar ausdrücklich in seinem entschlossenen Vorgehen, insbesondere in Bezug auf die aktive Veredelung“, so Karpfinger weiter. „Die Kommission hat die äußerst schwierige Lage auf dem Zuckermarkt erkannt und die Notwendigkeit zu handeln klar benannt.“

Die Vereinigung fordert nun die rasche und konsequente Aussetzung der Einfuhren im Rahmen der aktiven Veredelung, wie sie in der Verordnung über die gemeinsame Marktorganisation vorgesehen ist.

Gleichzeitig betonen DIE RÜBENBAUERN, dass weitere Schritte notwendig sind. „Wie der Kommissar selbst richtig festhält, handelt es sich hierbei nur um einen ersten Schritt“, sagt Präsident Karpfinger. „Die derzeitige Situation ist für Zuckerrübenanbauer und Zuckerhersteller untragbar. Die europäischen Institutionen müssen daher rasch weitere Maßnahmen ergreifen.“

Abschließend unterstreicht Karpfinger die Gesprächsbereitschaft der Branche: „Unsere europäischen Verbände, allen voran unser europäischer Dachverband der europäischen Rübenbauern CIBE, sind entschlossen, gemeinsam mit der Europäischen Kommission an einer nachhaltigen und fairen Lösung für den EU-Zuckermarkt zu arbeiten.“

DIE RÜBENBAUERN
Dir. Ing. Markus Schöberl
Telefon: +43 664 30 78 911
E-Mail: m.schoeberl@rueben.at
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