EPF – CONTRACEPTION ATLAS 2026

EPF – CONTRACEPTION ATLAS 2026

Österreich verliert weiter in der Verhütungspolitik im europäischen Vergleich

Der aktuelle Verhütungspolitik-Atlas des European Parliamentary Forum for Sexual & Reproductive Rights (EPF) bewertet 47 europäische Länder hinsichtlich des Zugangs zu moderner Verhütung. Österreich schneidet erneut unterdurchschnittlich ab und rutscht im Ranking weiter nach unten.

Trotz der Steuerbefreiung auf Verhütungsmittel und Hygieneprodukte bestehen weiterhin gravierende Lücken: Es fehlt an kostenloser Verhütungsberatung sowie an einer strukturierten Kostenübernahme für Verhütungsmittel. Der gute Zugang zu Online-Informationen kann diese Versorgungslücken nicht ausgleichen.

Andere europäische Staaten wie Frankreich, das Vereinigte Königreich, Belgien, Luxemburg und Portugal zeigen, dass umfassende Modelle funktionieren: Vollständige Kostenübernahme inklusive Langzeit- und Notfallverhütung, gezielte Unterstützung für junge und vulnerable Gruppen sowie klare Leitlinien zur postpartalen Versorgung sind umsetzbar.

Eine evidenzbasierte Verhütungspolitik trägt maßgeblich zur Reduktion ungewollter Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüche bei. Die aktuellen Ergebnisse verdeutlichen den dringenden politischen Handlungsbedarf in Österreich.

Die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung (ÖGF) fordert daher:

* Kostenübernahme von Verhütungsberatung und Verhütungsmitteln
* Evidenzbasierte Qualitätssicherung sexualpädagogischer Inhalte
* Verbindliche Verankerung sexueller Bildung in der pädagogischen Ausbildung
* Legaler, sicherer und kostenfreier Zugang zum Schwangerschaftsabbruch

Österreichische Gesellschaft für Familienplanung (ÖGF)
Alexandra Bieber
Telefon: +43 677 62 54 58 61
E-Mail: international@oegf.at
Website: https://oegf.at

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