Hammer/Grüne zu Fukushima-Jahrestag: Festhalten an der Atomkraft bremst die Energiewende
Hammer/Grüne zu Fukushima-Jahrestag: Festhalten an der Atomkraft bremst die Energiewende
Atomkraftwerke bleiben hochgefährlich, im Krieg noch viel mehr
„15 Jahre nach Fukushima, 40 Jahre nach Tschernobyl und inmitten einer neuen fossilen Energiekrise sollte klar sein, wohin die Reise gehen muss: hin zu einer sauberen, krisensicheren, leistbaren und unabhängigen Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien“, sagt Lukas Hammer, Umwelt- und Energiesprecher der Grünen, anlässlich des 15. Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Fukushima.
Im Jahr 2011 kam es durch ein starkes Erdbeben und einen nachfolgenden Tsunami zur Kernschmelze in drei Reaktoren des AKW Fukushima Daiichi und in weiterer Folge zum Supergau. Die Auswirkungen dieser Katastrophe auf Menschen und Umwelt durch die Verseuchung von Boden, Luft und Meer waren verheerend und sind bis heute nicht überstanden. „Nuklearenergie ist niemals sicher. Katastrophen wie in Fukushima oder auch in Tschernobyl waren nur die großen bekannten Katastrophen. Kleinere und mittlere Störfälle gibt es regelmäßig, mit all den negativen Folgen für Natur und Gesundheit. Auch wenn das in den Köpfen der Menschen zunehmend in Vergessenheit gerät. Denn die Stimmen, die den Mythos der sauberen, sicheren und billigen Atomkraft wieder aufleben lassen, werden wieder lauter. Das macht es umso wichtiger, an Tagen wie heute genau auf diese Gefahren hinzuweisen“, sagt Hammer.
Atomkraft ist aber nicht nur hochgefährlich, sondern vor allem eines: zu teuer. Neubauten in Europa zeigen, dass sowohl die Kosten als auch die Bauzeiten immer wieder explodieren. Und ohne Milliarden an staatlichen Garantien und Subventionen könnte kein einziges Atomkraftwerk gebaut werden. Hammer ortet darin ein Ausbremsen der Energiewende, denn: „Jeder Cent, der heute noch in die Atomkraft gesteckt wird, fehlt für den Ausbau leistbarer und sicherer erneuerbarer Energieträger.“
Besonders besorgniserregend sei laut Hammer zudem die aktuelle sicherheitspolitische Dimension von Atomkraftwerken: „Länder mit Atomkraftwerken eignen sich denkbar schlecht als Kriegsschauplätze. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine sowie die aktuelle Eskalation im Iran zeigen, dass Atomkraftwerke eine massive Bedrohung für die Sicherheit weltweit sind. Wer heute noch Atomkraftwerke fordert, ignoriert diese sicherheitspolitische Realität“, betont Hammer abschließend.
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