Winterbilanz Wald: WWF warnt vor Trockenheit und schwierigem Waldjahr 2026
Winterbilanz Wald: WWF warnt vor Trockenheit und schwierigem Waldjahr 2026
Waldböden zu Frühlingsbeginn vielerorts zu trocken, Wasserspeicher erschöpft – WWF fordert mehr Wasserrückhalt und Renaturierung im Wald
Nach dem schneearmen Winter zieht der WWF eine kritische Bilanz zum Zustand der heimischen Wälder und warnt vor einem schwierigen Waldjahr 2026: Aufgrund überdurchschnittlich hoher Temperaturen und geringer Niederschläge sind die Waldböden zu Frühlingsbeginn vielerorts zu trocken, die Wasserspeicher weitgehend erschöpft. Die Naturschutzorganisation sieht daher akuten Handlungsbedarf. „DIE ZUKUNFT UNSERER WÄLDER HÄNGT DAVON AB, WIE GUT SIE WASSER SPEICHERN KÖNNEN. MEHR NATURWÄLDER, EINE HÖHERE ARTENVIELFALT UND AKTIVES WASSERMANAGEMENT MACHEN SIE WIDERSTANDSFÄHIGER. ZUGLEICH STÄRKEN WIR DAMIT IHRE ROLLE ALS KOHLENSTOFFSPEICHER“, sagt WWF-Expertin Karin Enzenhofer. Der WWF fordert daher vom Umweltminister eine ambitionierte Umsetzung des EU-Renaturierungsgesetzes sowie eine gezielte Förderung von Maßnahmen, die Wasser im Wald halten. „Waldbewirtschaftung und Wassermanagement müssen angesichts der Klimakrise stärker gemeinsam gedacht werden“, sagt Enzenhofer.
Auf Basis der aktuell sichtbaren Trends erwartet der WWF eine Zunahme von Trockenstress mit weitreichenden Folgen. Sind Wälder nicht ausreichend mit Wasser versorgt, verlieren sie einen Teil ihrer Speicherfunktion. Gleichzeitig erhöhen hohe Maximaltemperaturen und verstärkte Verdunstung den Stress für die Bäume. Das schwächt ihre Abwehrmechanismen wie die Harzproduktion und macht sie anfälliger für Krankheiten oder Insekten wie den Borkenkäfer, dessen Ausbreitung durch warme und trockene Bedingungen gefördert wird. „Ein intakter Wald ist ein zentraler natürlicher Wasserspeicher: Er hält Niederschläge zurück, fördert die Grundwasserneubildung und sichert langfristig unsere Wasserversorgung. Die zunehmende Trockenheit über das gesamte Jahr setzt dieses System jedoch massiv unter Druck“, sagt Karin Enzenhofer vom WWF.
WWF FORDERT MEHR WASSERRÜCKHALT UND RENATURIERUNG
WWF Österreich
Anna Rosner
Telefon: +43 676 83488 257
E-Mail: anna.rosner@wwf.at
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