Nationalratspräsident Rosenkranz im Austausch mit marokkanischem Außenminister Nasser Bourita

Nationalratspräsident Rosenkranz im Austausch mit marokkanischem Außenminister Nasser Bourita

Bilaterale Beziehungen und Kampf gegen illegale Migration im Fokus des Gesprächs

Im Rahmen seiner Österreich-Visite stattete der Außenminister des Königreichs Marokko Nasser Bourita dem Parlament einen Besuch ab, wo er von Nationalratspräsident Walter Rosenkranz zu einem Arbeitsgespräch empfangen wurde. Dabei standen unter anderem wirtschaftliche Aspekte sowie sicherheitspolitische Fragen im Mittelpunkt.

Rosenkranz hob die sehr engen und guten bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern hervor, die von der Wirtschaft bis hin zur Sicherheitspolitik reichen würden. Diese könnten auf einer langen Tradition aufbauen, zumal bereits im Jahr 1783 unter Josef II. erste diplomatische Kontakte mit Marokko aufgenommen worden seien. Er schätze es besonders, dass Marokko immer ein verlässlicher und stabiler Partner am afrikanischen Kontinent gewesen sei. Außerdem verfolge das Land eine Diplomatie, die nicht „laut“ sei, sondern dezent und immer dort eingesetzt werde, wo sie gebraucht werde. Dieser Weg werde auch von der Weltgemeinschaft belohnt, zeigte er sich überzeugt. Im Besonderen kam Rosenkranz noch auf die gemeinsamen Anstrengungen im Kampf gegen illegale Migration zu sprechen.

Schon im Jahr 1783 habe man in Wien ein Abkommen für Handel und Frieden beschlossen, dessen Prinzipien bis heute gelten würden, bekräftigte Außenminister Nasser Bourita. So hätten sich etwa die wirtschaftlichen Beziehungen in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt und zu einer Steigerung des Handelsvolumens um 23 % beigetragen. Auch beim Thema Migration hätte Marokko seine Verantwortung wahrgenommen und die Zusammenarbeit mit Österreich intensiviert. Dadurch hätten in den letzten drei Jahren spürbare Fortschritte erreicht werden können. Er gab jedoch auch zu bedenken, dass in Europa klar sein müsse, dass der Druck nicht nur auf den Transitländern lasten dürfe. (Schluss) sue

HINWEIS: Fotos von diesem Besuch finden Sie im Webportal des Parlaments.

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