zukunft.lehre.österreich.: Forderungen zu Grundkompetenzen und Berufsorientierung bestätigt

zukunft.lehre.österreich.: Forderungen zu Grundkompetenzen und Berufsorientierung bestätigt

„Plan Zukunft“ geht in die richtige Richtung – Auch Basisförderung für Lehrlinge muss langfristig gesichert bleiben

RUND 100.000 LEHRLINGE WERDEN AKTUELL IN ÖSTERREICH AUSGEBILDET, MEHR ALS 27.000 BETRIEBE TRAGEN DIESE VERANTWORTUNG FÜR DEN WIRTSCHAFTSSTANDORT. MIT DEM „PLAN ZUKUNFT“ VON BILDUNGSMINISTER CHRISTOPH WIEDERKEHR WERDEN NUN ZENTRALE MASSNAHMEN AUFGEGRIFFEN, DIE DIE INITIATIVE ZUKUNFT.LEHRE.ÖSTERREICH. SEIT JAHREN EINFORDERT: DIE KONSEQUENTE SICHERUNG DER GRUNDKOMPETENZEN SOWIE EINE VERBINDLICHE, FRÜHZEITIGE BERUFSORIENTIERUNG. DER 12-PUNKTE-PLAN DES BILDUNGSMINISTERIUMS RÜCKT DAMIT JENE THEMEN IN DEN MITTELPUNKT, DIE FÜR JUNGE MENSCHEN, AUSBILDUNGSBETRIEBE UND DEN WIRTSCHAFTSSTANDORT ÖSTERREICH ENTSCHEIDEND SIND.

Die Bedeutung der Lehre für Österreich ist unbestritten. Rund zwei Drittel aller Fachkräfte verfügen über einen Lehrabschluss. Damit ist die duale Ausbildung ein zentraler Bestandteil des österreichischen Wirtschafts- und Bildungssystems._ _„Die Lehre ist ein beruflicher Weg, der gleichwertig und gleich stark neben anderen Karrierewegen steht. Eine Lehre eröffnet jungen Menschen Chancen, Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten, danach ist alles möglich. Entscheidend ist, dass Jugendliche diese Möglichkeiten überhaupt kennenlernen“_, _kommentiert Monika Sandberger, Geschäftsführerin von zukunft.lehre.österreich. die Pläne von Bildungsminister Christoph Wiederkehr und ergänzt: „Dass der „Plan Zukunft“ zentrale Forderungen von z.l.ö. aufgreift, ist ein wichtiges Signal für unsere Arbeit.“

OHNE BASIS KEINE LEHRE: WARUM KOMPETENZEN UND ORIENTIERUNG ZÄHLEN

Der Reformplan des Bildungsministeriums setzt jetzt wichtige bildungspolitische Akzente._ _Denn rund 20 Prozent der Pflichtschulabsolvent:innen verfügen nur über rudimentäre Grundkompetenzen im Lesen, Schreiben oder Rechnen. Die Sicherung dieser Kompetenzen bis zum Alter von 14 Jahren ist daher ein entscheidender Schritt. Aufgrund dieser Entwicklung haben sich nämlich die Rahmenbedingungen für Ausbildungsbetriebe in den vergangenen Jahren deutlich verschärft: Rund 60 Prozent der Lehrlinge benötigen zusätzliche Unterstützung, die für Betriebe mit weiterem Aufwand und zusätzlichen Kosten verbunden ist.

Neben grundlegenden Kompetenzen braucht es vor allem eine frühzeitige, einheitliche und praxisnahe Berufsorientierung. Fehlende Orientierung führt dazu, dass Jugendliche berufliche Entscheidungen treffen, ohne ihre Möglichkeiten ausreichend zu kennen. „Ein stärkerer Fokus auf Berufsorientierung hilft jungen Menschen, ihren Traumjob zu entdecken. Wir müssen junge Menschen frühzeitig erreichen und ihnen zeigen, welche Wege ihnen offenstehen. Gute Berufsorientierung macht Chancen sichtbar, schafft Selbstvertrauen und hilft Jugendlichen, Entscheidungen zu treffen, die zu ihren Stärken und Interessen passen. Es muss klar sein, was mit einer Lehre alles möglich ist“, so Sandberger.

AUSBILDUNG SICHERN UND BETRIEBE GEZIELT UNTERSTÜTZEN

Neben den Lehrlingen auf der einen Seite braucht es Unternehmen auf der anderen Seite, die Verantwortung übernehmen und eine qualitativ hochwertige Lehrlingsausbildung ermöglichen. Doch viele Betriebe können sich die Ausbildung der Fachkräfte von morgen nicht mehr leisten. Die Basisförderung spielt dabei eine zentrale Rolle. Studien (wie ibw, 2025) zeigen klar, dass 15 Prozent der Unternehmen ohne diese Unterstützung keine Lehrlinge mehr ausbilden würden und weitere 37 Prozent ihre Ausbildungsaktivitäten deutlich reduzieren oder infrage stellen. „Mehr als jeder zweite Betrieb wäre von einer Streichung der Basisförderung direkt betroffen. Das würde im schlimmsten Fall weniger Ausbildungsplätze, einen weiter verschärften Fachkräftemangel und eine massive Schwächung des österreichischen Wirtschaftsstandorts bedeuten“, betont Monika Sandberger und appelliert: „Wer die Lehre stärken will, muss auch jene Betriebe stärken, die Lehrlinge ausbilden. Die Basisförderung muss daher langfristig gesichert bleiben.“
ÜBER ZUKUNFT.LEHRE.ÖSTERREICH.

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