Installateure bis Fahrzeugtechnik: Zukunftsweisende Updates machen Lehrberufe noch attraktiver
Installateure bis Fahrzeugtechnik: Zukunftsweisende Updates machen Lehrberufe noch attraktiver
Rund 19.000 Lehrlinge profitieren von novellierten Ausbildungen – WKÖ-Denk: „Betriebe erbringen Großteil der Ausbildungsleistung und verdienen Unterstützung“
Mehr als die Hälfte der jungen Menschen in Österreich (51 Prozent) sieht in einer Lehre bessere Arbeitsmarktchancen als mit Studium (29 Prozent) oder einer Berufsbildenden Höheren Schule (20 Prozent). Und sogar 96 Prozent der Jungen haben einen sicheren Arbeitsplatz ganz oben auf der Prioritätenliste stehen, ergab jüngst die große Ö3-Jugendstudie 2026.
„Mit einer Lehre treffen junge Menschen auf jeden Fall die richtige Entscheidung für ihre berufliche Zukunft: Sie haben damit garantiert eine Ausbildung, die auf der Höhe der Zeit ist, und einen Job, der auch in Zukunft nicht durch Künstliche Intelligenz ersetzt werden wird“, betont MANFRED DENK, Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die mit Abstand der größte Lehrlingsausbilder des Landes ist.
UPDATE FÜR DIE ENERGIEWENDE
Mit dem aktuellen Lehrberufspaket 2026, das Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer am Dienstag präsentiert hat, werden sechs Ausbildungsordnungen komplett runderneuert. Mit dieser Überarbeitung wird beispielsweise der Lehrberuf INSTALLATIONS- UND ENERGIETECHNIK, mit 4.200 Lehrlingen einer der größten in Österreich, noch zielgerichteter auf die Anforderungen der Energiewende ausgerichtet: Künftig gibt es neben den beiden Hauptmodulen „Wasser und Wärme“ bzw. „Lüftungstechnik“ das Spezialmodul „Klima- und Automatisierungstechnik“.
Ein weiteres Beispiel für eine zukunftsweisende Neuausrichtung ist der Lehrberuf FAHRZEUGTECHNIK: Dieser erhielt eine komplett überarbeitete Ausbildungsordnung, in der alternative Antriebsstränge, elektrische Systeme sowie Informationstechnik großen Raum einnehmen. Und der Beruf eröffnet künftig noch weitere attraktive Karriere-Perspektiven: Die Bundesinnung Fahrzeugtechnik arbeitet mit Hochdruck daran, im Rahmen der Höheren Beruflichen Bildung einen Abschluss HBQ (HÖHERE BERUFSQUALIFIKATION) HOCHVOLTTECHNIK zu ermöglichen. Damit soll eine offiziell anerkannte und auf die berufliche Praxis aufbauende Höher-Qualifizierung auf Stufe 5 des Nationalen Qualifikationsrahmens (also zwischen Lehrabschluss und Meistertitel) geschaffen werden, die das sichere Hantieren und Arbeiten mit E-Antrieben auch im Risiko-Umfeld, also etwa bei Unfallautos, gewährleistet.
„Die Elektromobilität mitsamt ihren Hochvoltsystemen stellt die Berufsausbildung im Kfz-Bereich vor Herausforderungen. Mit dem neu ausgerichteten Lehrberuf und der zusätzlichen HBB-Qualifikation sind wir dafür optimal aufgestellt“, betont ROMAN KEGLOVITS-ACKERER, der als Bundesinnungsmeister für Fahrzeugtechnik der treibende Motor hinter den beiden Ausbildungsinnovationen war: „Unser Ziel ist es, unsere Mitarbeitenden weiterhin bestmöglich zu qualifizieren, denn Fahrzeugtechnologien entwickeln sich rasend schnell weiter – morgen wird uns vielleicht schon autonomes Fahren beschäftigen.“
„Angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs wollen wir erreichen, dass es 2030 deutlich mehr Lehrlinge in Österreich gibt“, fügt Bundesspartenobmann DENK hinzu: „Wir fordern, dass alle, denen die Jugend am Herzen liegt, an einem Strang ziehen und sich klar zur betrieblichen Ausbildung bekennen. Die Betriebe tragen mit fast drei Milliarden Euro im Jahr den Löwenanteil der Ausbildungskosten. Jetzt ist auch der Staat in der Pflicht, die Lehrlingsförderung – die gerade einmal rund ein Zehntel ausmacht – endlich dauerhaft und nachhaltig abzusichern.“
AUF AKTUELLEN STAND GEBRACHT
Mit dem Lehrberufspaket 2026 wurden insgesamt sechs Ausbildungsordnungen novelliert. Neben der Installations- und Energietechnik und der Fahrzeugtechnik erhielten auch die Lehrberufe GLASFORMUNG- UND -VEREDELUNG, GLASBAUTECHNIK, PRÄPARATION und TIERPFLEGE ein zeitgemäßes Update.
Die Lehrberufe FRISEUR:IN (STYLIST:IN), BACKTECHNOLOGIE und KONDITOR:IN erhielten novellierte Prüfungsordnungen. Die beiden Ausbildungsversuche BAHN- UND MOBILITÄTSSERVICE und die SPEZIALISIERUNG TIEFBAU wurden verlängert. In einen Regellehrberuf gingen drei Ausbildungsversuche über, nämlich INDUSTRIEKAUFMANN/-FRAU, ASSISTENZ SICHERHEITSVERWALTUNG sowie EVENTKAUFMANN/-FRAU. (PWK194/HSP)
Wirtschaftskammer Österreich
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