ÖH kritisiert Sparpaket: „Regierung hungert Unis aus, statt Vermögende in die Pflicht zu nehmen“
ÖH kritisiert Sparpaket: „Regierung hungert Unis aus, statt Vermögende in die Pflicht zu nehmen“
Die Regierung setzt den Rotstift bei den Falschen an. Die Hochschüler_innenschaft warnt vor massiven Einschnitten für Universitäten und kündigt landesweite Proteste an.
Während Überreichtum und Milliardenerbschaften unangetastet bleiben, will die Regierung, dass die Universitäten in der nächsten Leistungsvereinbarungsperiode eine Milliarde Euro zur Budgetsanierung beitragen – konkret wurde eine Kürzung von Ꞓ 16.5 Mrd. auf Ꞓ 15.5 Mrd. angekündigt. Das schwächt nicht nur die Wissenschafts- und Forschungslandschaft in Österreich, sondern droht, die Universitäten in Private-Member-Clubs zu verwandeln. Insbesondere für Studierende aus Arbeiter_innenfamilien drohe ein Studium endgültig zum Wunschtraum zu werden, wenn Universitäten gezwungen sind, das Platzangebot weiter einzuschränken.
_“Budgetkürzungen führen zu neuen Zugangsbeschränkungen und benachteiligen damit jene, für die der Weg an die Universität ohnehin mit zahlreichen Hürden verbunden ist. Es ist völlig inakzeptabel, dass junge Menschen und Studierende jetzt den Kopf hinhalten müssen, weil der Regierung der Mut fehlt, große Vermögen zu besteuern. Das werden wir nicht auf uns sitzen lassen”,_ kündigt Selina Wienerroither aus dem ÖH-Vorsitz an.
Die Universitäten leiden schon jetzt unter schlechten Betreuungsquoten und chronischer Unterfinanzierung – und sollen jetzt die Budgetkrise ausbaden. Die Last tragen nicht nur die Studierenden und das Universitätspersonal selbst, sondern das ganze Land. Denn ein funktionierender Wissenschaftsstandort ist die Grundlage für gesellschaftliche Entwicklung.
_“Kürzungen im Universitätsbetrieb senden das völlig falsche Signal. Statt dem strukturellen Ressourcenmangel im Universitätsbetrieb etwas entgegenzusetzen, untergräbt die Regierung den gesellschaftlichen Fortschritt”_, ergänzt Viktoria Kudrna aus dem ÖH-Vorsitz.
Während antidemokratische Strömungen nicht nur in Österreich, sondern weltweit stärker werden, schwächt die Regierung mit den Universitäten Hochburgen der Demokratie und des kritischen Denkens. Statt ein Gegenmodell für Trumps wissenschschaftsfeindlichen Politik zu bilden, werden Mittel in der Basisfinanzierung gekürzt. Das verstärkt die Abhängigkeit österreichischer Universitäten von Drittmittelgebern.
_“Wir brauchen ausfinanzierte Universitäten als Garant für die Freiheit der Wissenschaft und Forschung. Mit diesem Sparpaket setzt die Regierung diese Freiheit aufs Spiel und macht die Universitäten zu Bittstellerinnen.“, schließt Umut Ovat aus dem ÖH-Vorsitz ab._
Pepe Loibner
Pressesprecher
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