KV Papierindustrie: Abschluss in der sechsten Runde
KV Papierindustrie: Abschluss in der sechsten Runde
KV-Löhne und -Gehälter steigen um 2,4 Prozent – Bis zu +2,75 Prozent Ist-Erhöhung für niedrige Einkommen
Bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 7.500 Beschäftigten der Papierindustrie haben die Gewerkschaften PRO-GE und GPA am 21. Mai einen Abschluss erzielt. Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter werden rückwirkend mit 1. Mai um 2,4 Prozent erhöht, ebenso die Lehrlingseinkommen. Die Ist-Löhne und -Gehälter werden um 1,8 Prozent plus 28 Euro angehoben, das ergibt nachhaltige Erhöhungen von 2,5 Prozent im Durchschnitt und bis zu 2,75 Prozent für die niedrigsten Einkommen. „Die Verhandlungen in diesem Jahr verliefen zäh und schwierig. Erst nach den Betriebsversammlungen haben sich die Arbeitgeber bewegt“, rekapitulieren die Verhandlungsleiter auf Arbeitnehmer:innen-Seite, Wolfgang Cerne (PRO-GE) und Walter Kogler (GPA). „Nur durch den Rückhalt von den Beschäftigten konnte eine Einigung erreicht werden“, so die beiden Gewerkschafter.
Insgesamt zogen sich die Verhandlungen über sechs Wochen und ebensoviele Verhandlungsrunden. 120 Betriebsrät:innen kamen nach der vierten Verhandlungsrunde dem Aufruf der Gewerkschaften zu einer Konferenz nach, zuletzt wurden flächendeckend Betriebsversammlungen abgehalten. „Der Abschluss ist ein sozialpartnerschaftlicher Kompromiss, der von beiden Seiten Zugeständnisse benötigt hat. Die wirtschaftlichen Herausforderungen, denen die Branche gegenübersteht, werden darin ebenso berücksichtigt wie die Lebenssituation der Beschäftigten angesichts der immer noch hohen Teuerung“, ziehen Cerne und Kogler Bilanz.
PRO-GE Öffentlichkeitsarbeit
Wolfgang Purer
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