WKÖ-Exporttag 2026: Geopolitik verändert die Spielregeln für Österreichs Exportwirtschaft

WKÖ-Exporttag 2026: Geopolitik verändert die Spielregeln für Österreichs Exportwirtschaft

Mehr als 2.500 Teilnehmer:innen – Zukunftsforscherin Florence Gaub beleuchtete Europas Rolle im globalen Wandel – Mehr als 60 WKÖ-Wirtschaftsdelegierte berieten heimische Firmen

Geopolitik hat unmittelbare Auswirkungen auf die Exportwirtschaft. Die derzeitige Lage stellt einen strukturellen Wendepunkt dar. Politische Unsicherheiten wie die US-Zölle oder der Konflikt im Nahen Osten haben nicht mehr nur punktuelle und regionale Auswirkungen, sondern entwickeln sich zu dauerhaften Risikofaktoren. Diese gewinnen bei internationalen Handels- und Finanzierungsentscheidungen zunehmend an Bedeutung.

Beim Exporttag 2026 der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA in der WKÖ stand deshalb vor allem eine Frage im Mittelpunkt: Wie lassen sich globale Entwicklungen in konkrete Strategien und Chancen für österreichische Unternehmen nutzen?

Mehr als 2.500 Teilnehmer:innen aus heimischen Unternehmen nutzten Österreichs wichtigste internationale Business-Plattform, um sich unter dem Motto „Together. We Shape Tomorrow.“ zu informieren, zu vernetzen und neue Perspektiven für ihre internationalen Aktivitäten zu gewinnen.

ZUKUNFTSCHANCEN FÜR HEIMISCHE EXPORTUNTERNEHMEN IM FOKUS

Mit rund 120 nationalen und internationalen Speaker:innen und Expert:innen zeigte der Exporttag eindrucksvoll: Trotz eines anspruchsvollen Umfelds bieten internationale Märkte weiterhin enormes Potenzial für innovative österreichische Unternehmen. Im Fokus standen konkrete Zukunftschancen, von nachhaltiger Infrastruktur in Asien über industrielle Wertschöpfungsketten in Europa bis hin zu neuen Möglichkeiten im US-Gesundheitsmarkt und der digitalen Transformation dynamischer Wachstumsmärkte.

„Die Welt verändert sich schneller denn je. Gerade deshalb brauchen Unternehmen strategische Orientierung, internationale Netzwerke und praxisnahe Unterstützung. Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der WKÖ hilft heimischen Betrieben dabei, globale Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und daraus konkrete Geschäftschancen zu machen“, betonte WKÖ-Präsidentin Martha Schultz.

„Die Weltwirtschaft wird härter, geopolitischer und protektionistischer. Als Exportnation treffen uns geopolitische Spannungen, Zölle und unterbrochene Lieferketten besonders hart. Umso wichtiger ist es, neue Märkte zu erschließen und internationale Partnerschaften zu vertiefen. Märkte wie Indien, Südostasien oder Mercosur bieten enormes Potenzial für österreichische Betriebe – allein unser Warenexport nach Indien ist zuletzt um 13,6 Prozent gestiegen. Deshalb braucht es rasche Fortschritte bei bestehenden Handelsabkommen. Mit Initiativen wie go-international stärken wir gezielt die Exportkraft heimischer Unternehmen und sichern damit Arbeitsplätze und Wohlstand in Österreich. Der WKÖ-Exporttag zeigt eindrucksvoll: Österreichs Betriebe haben das Know-how und die Innovationskraft, um auch in einer neuen Weltordnung erfolgreich zu sein“, so WIRTSCHAFTSMINISTER WOLFGANG HATTMANNSDORFER.

Zu den Höhepunkten des Exporttags zählte die Diskussion mit FLORENCE GAUB, Leiterin der Forschungsabteilung des NATO Defense College. Sie analysierte Europas Rolle in einer zunehmend komplexen Weltordnung und zeigte auf, welche geopolitischen Entwicklungen Unternehmen künftig besonders im Blick behalten müssen. ALEXANDRA DE HOOP SCHEFFER, Präsidentin des German Marshall Fund of the United States, beleuchtete, wie sich globale Verschiebungen erfolgreich in unternehmerische Strategien übersetzen lassen. KI- und Transformationsstrategin KATJA FORBES, CEO von The CX Evolutionist, zeigte darüber hinaus, wie künstliche Intelligenz Märkte, Geschäftsmodelle und internationale Wettbewerbsfähigkeit verändert.

MEHR ALS 1.300 PERSÖNLICHE BERATUNGEN FÜR UNTERNEHMEN

Ein entscheidender Bestandteil des Exporttags war erneut die persönliche Beratung durch die WKÖ-Wirtschaftsdelegierten. Mehr als 60 Wirtschaftsdelegierte aus aller Welt kamen nach Wien, um österreichische Unternehmen praxisnah zu Themen wie Markteintritt, Normen, Produktzulassungen, Zoll, Steuern und rechtlichen Rahmenbedingungen zu beraten. Auch heuer rechnete die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der WKÖ mit mehr als 1.300 persönlichen Beratungsgesprächen im Rahmen des Exporttags.

Das große Interesse zeigt die zentrale Rolle der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der WKÖ als Partner der heimischen Exportwirtschaft. Allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres führten die Expert:innen in den AußenwirtschaftsCentern in mehr als 70 Ländern, den WKO-Länderorganisationen sowie der Zentrale in Wien über 20.000 persönliche Beratungsgespräche mit österreichischen Unternehmen. (PWK254/ST)

Auf der Plattform „Global Insights“ (www.wko.at/aussenwirtschaft/global-insights) bietet die WKÖ zudem kompakte Analysen, anschauliche Grafiken und Kennzahlen zu geopolitischen Trends, konjunkturellen Entwicklungen und der Außenwirtschaft. Eine aktuelle Analyse zum Exporttag: Österreichs Außenhandel in der neuen Weltordnung finden Sie hier:

WEITERE INFORMATIONEN ZUM UND FOTOS VOM EXPORTTAG 2026 FINDEN SIE HIER: EXPORTTAG 2026 – PRESSEBILDER | FLICKR

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