Kugler: Religionsfreiheit als zentraler Bestandteil glaubwürdiger Menschenrechtspolitik
Kugler: Religionsfreiheit als zentraler Bestandteil glaubwürdiger Menschenrechtspolitik
Austausch mit NGOs zeigt weltweiten Handlungsbedarf – rund 388 Millionen Christinnen und Christen von Verfolgung und Diskriminierung betroffen
„Religionsfreiheit darf kein Thema sein, über das wir einmal im Jahr sprechen und dann wieder zur Tagesordnung übergehen. Wir müssen lauter werden – im Parlament, in den Ausschüssen und in der Öffentlichkeit“, betonte ÖVP-Menschenrechtssprecherin Gudrun Kugler.
Der kürzlich veröffentlichte Bericht der Stabstelle „Internationaler Schutz verfolgter religiöser Minderheiten“ im Bundeskanzleramt mache deutlich, dass die Lage in zahlreichen Staaten höchst angespannt sei. Besonders betroffen seien Christen und andere religiöse Minderheiten im Nahen Osten und in Teilen Asiens. „Ob in Syrien, im Irak, im Iran, in Myanmar oder in Indien: Religiöse Minderheiten geraten zunehmend unter Druck – durch Gewalt, staatliche Repression, gesellschaftliche Diskriminierung, rechtliche Einschränkungen und mangelnden Schutz durch staatliche Institutionen“, so Kugler.
Um den Austausch über die internationale Lage der Religionsfreiheit und den Schutz verfolgter religiöser Minderheiten zu fördern, lud Kugler zu einem Runden Tisch ins Parlament ein. Im Mittelpunkt stand der Dialog mit NGOs und zivilgesellschaftlichen Akteuren, die sich in Österreich für Religionsfreiheit einsetzen. Ziel war es, konkrete politische Anliegen zu sammeln und nächste Schritte zu beraten. „Der Runde Tisch hat auch gezeigt, wie viel Engagement und Fachwissen in den NGOs steckt“, so Kugler.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig: Religionsfreiheit ist ein zentrales Menschenrecht, das in der politischen Debatte mehr Gewicht erhalten muss. Themen waren unter anderem die Zusammenarbeit mit der neuen EU-Sonderbeauftragten für Religionsfreiheit, konkrete Fälle religiöser Verfolgung und die doppelte Diskriminierung von Frauen aus christlichen Minderheiten. Rund 388 Millionen Christinnen und Christen waren Anfang 2026 weltweit von Verfolgung und Diskriminierung betroffen.
„Mein ausdrücklicher Dank gilt der Stabstelle ‚Internationaler Schutz verfolgter religiöser Minderheiten‘ im Bundeskanzleramt, die mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag dazu leistet, die weltweite Lage der Religionsfreiheit sichtbar zu machen, Österreichs Engagement für verfolgte Christen und andere religiöse Minderheiten zu bündeln und konkrete Hilfe zu ermöglichen. Der Schutz der Religionsfreiheit ist ein wesentlicher Bestandteil einer glaubwürdigen Menschenrechtspolitik“, so Kugler abschließend. (Schluss)
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