ÖVP – Keri: MA 11 ignoriert Expertenkritik an Auszeit-WG
ÖVP – Keri: MA 11 ignoriert Expertenkritik an Auszeit-WG
Neue Betreuungsangebote brauchen höchste fachliche Qualität und volle Transparenz
Dass der neue Leiter der Wiener Kinder- und Jugendhilfe (MA 11) trotz der massiven Kritik führender Fachleute an der geplanten Auszeit-WG festhalten will, sieht die Wiener Volkspartei mit Sorge. „Niemand bestreitet, dass es für jugendliche Systemsprenger neue und wirksame Antworten braucht. Gerade deshalb müssen solche Einrichtungen höchsten fachlichen und pädagogischen Standards entsprechen. Ein bedingungsloses Festhalten am bisherigen Konzept, trotz Einwände renommierter Expertinnen und Experten, ist für mich unverständlich“, betont Gemeinderätin Sabine Keri, Familiensprecherin der Wiener Volkspartei.
Sowohl der Kinder- und Jugendpsychiater Patrick Frottier als auch der Österreichische Berufsverband der Sozialen Arbeit haben dem vorliegenden Konzept gravierende fachliche Mängel attestiert. „Gerade in einem so sensiblen Bereich darf es keinen Zweifel an der fachlichen Qualität und der pädagogischen Expertise geben. Vertrauen entsteht durch Transparenz und nachvollziehbare Entscheidungen – nicht dadurch, dass berechtigte Kritik einfach zur Seite gewischt wird“, so Keri.
Die Wiener Volkspartei fordert daher eine Offenlegung und unabhängige fachliche Evaluierung des Konzepts. „Keines der betroffenen Kinder kam als Straftäter auf die Welt. Was ihnen aber auf ihrem Lebensweg bisher gefehlt hat, war Halt und Sicherheit. Gerade bei der Thematik der jugendlichen Systemsprenger darf es nicht das nächste rot-pinke Versuchsprojekt um viel Steuergeld geben“, so Keri abschließend.
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