Deutscher Eishockey-Bund wirbt: App zum Reaktions-Check! / Deutscher Eishockey-Bund fordert seine Aktiven zur Nutzung der GET-App auf – VBG zahlt 300 Euro für Mannschaftstestung

Deutscher Eishockey-Bund wirbt: App zum Reaktions-Check! / Deutscher Eishockey-Bund fordert seine Aktiven zur Nutzung der GET-App auf – VBG zahlt 300 Euro für Mannschaftstestung

Bonn (ots) – Der Deutsche Eishockey-Bund wirbt für die Nutzung der Gehirn-Erschütterungs-Test-App (GET-App). Der Dachverband fordert seine Vereine und Aktiven in einem Schreiben zur flächendeckenden Nutzung auf, um Gehirnerschütterungen frühzeitig erkennen und behandeln zu können. Die kostenlose GET-App wurde von der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung entwickelt und steht sowohl für iOS- als auch für Android-Geräte zur Verfügung.

„Ich bin ein großer Verfechter der GET-App“, erklärt Karl Schwarzenbrunner, Bundestrainer für Wissenschaft und Ausbildung beim Deutschen Eishockey-Bund, das Engagement des Verbandes. „Wir stellen sie bei jeder Trainerausbildung des Deutschen Eishockey-Bundes vor und halten sie nicht nur im Profibereich für wichtig, sondern genauso im Nachwuchs bis hin zum Freizeitsport.“

Der zentrale Punkt der kürzlich speziell für Mannschaftssportarten weiterentwickelten GET-App: Die Anwendung ermöglicht es den Trainer*innen und Betreuer*innen, Baseline-Werte für ein gesamtes Team zu speichern, um im Notfall sofort darauf zurückgreifen und Veränderungen erkennen zu können (Baseline = Ruhewert, der vor der Saison erhoben wird).

„Die GET-App ist einfach zu benutzen, hat eine hohe Validität und ist ein einfaches Werkzeug für die Trainer, um im Fall der Fälle die notwendigen Vergleiche ziehen zu können“, betont Schwarzenbrunner den Nutzen. „Wir befördern daher das ganze Thema auf unseren Wissens- und Trainingsplattformen und machen auf Plakaten darauf aufmerksam, damit wir es in die Breite tragen.“

Bei der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung freut man sich über die Initiative des Deutschen Eishockey-Bundes: „Gehirnerschütterungen müssen schnell erkannt und ernst genommen werden“, betont Geschäftsführerin Helga Lüngen. „Daher freuen wir uns sehr über den Einsatz des Deutschen Eishockey-Bundes für unsere GET-App. Wir hoffen, dass andere Dach- und Fachverbände nun mit einer ähnlichen Empfehlung nachziehen – und sich die GET-App so auch in den anderen Mannschaftssportarten etabliert.“

Insgesamt erleiden jährlich 270.000 Menschen in Deutschland ein Schädelhirntrauma, alleine im Sport werden jedes Jahr rund 44.000 Gehirnerschütterungen diagnostiziert. Nach Schätzungen der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung, die sich mit der Initiative ‚Schütz deinen Kopf! Gehirnerschütterungen im Sport‘ für Prävention und Aufklärung einsetzt, liegt die Dunkelziffer rund dreimal so hoch – auch, weil die Verletzung oft unerkannt bleibt.

Dr. Axel Gänsslen gehört zu den Initiatoren der Kampagne ‚Schütz deinen Kopf!‘. Der Mannschaftsarzt des Eishockey-Erstligisten Grizzlys Wolfsburg weiß, dass gerade im Amateur- und Breitensport oft das Wissen fehlt, um eine Gehirnerschütterung zu erkennen. „Das Ziel der App ist es, dass wir auch einem Nicht-Mediziner ermöglichen, festzustellen, ob es eine Gehirnerschütterung sein könnte“, erklärt der Unfallchirurg. Im integrierten Notfalltest der GET-App werden die Symptome innerhalb von wenigen Minuten abgefragt, ergänzt durch einen Reaktions- und Gleichgewichtstest.

Unterstützt wurde die Weiterentwicklung der GET-App von der Willy Robert Pitzer Stiftung und der gesetzlichen Unfallversicherung VBG. Diese hat nun einen zusätzlichen Anreiz für die Nutzung geschaffen: Setzt eine Mannschaft mit mindestens einem VBG-versicherten Mitglied die Baseline-Testung um, zahlt die Unfallversicherung eine Prämie in Höhe von 300 Euro – und das bis zu zweimal in einer Saison.

„Verletzungsprävention ist der VBG ein wichtiges Anliegen“, begründet Norbert Moser, Koordinator Präventionsfeld Sport bei der gesetzlichen Unfallversicherung VBG. „Mit unserem aktuellen Prämienverfahren belohnt die VBG Sportvereine, die sich hier besonders engagieren. Wir hoffen, dass die GET-App eine starke Verbreitung findet und somit dazu beiträgt, dass Gehirnerschütterungen ernst genommen werden.“

Pressekontakt:

Helga Lüngen
ZNS – Hannelore Kohl Stiftung
Fontainengraben 148
53123 Bonn
Tel. 0228 97845-0
presse@hannelore-kohl-stiftung.de


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