Neue Volkspartei Wien fordert Akut-Corona-Maßnahmen für Wien

Neue Volkspartei Wien fordert Akut-Corona-Maßnahmen für Wien

Bürgermeister Ludwig im Passiv-Modus – Mehr Tempo bei Test-Ergebnissen notwendig

Wien (OTS) – „Die Lage ist ernst. Die Corona-Krise ist noch lange nicht vorbei, wir sind nach wie vor mitten drinnen. Seit Anfang Juli steigt auch in Wien die Zahl der aktiven Fälle wieder kontinuierlich nach oben. Aber Bürgermeister Ludwig bleibt viel zu passiv. Bei den Wiener Linien werden Corona-Maßnahmen – wie die automatischen Türöffnungen – sogar zurückgenommen“, so Stadtrat Markus Wölbitsch in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec, die ein Akut-Maßnahmenpaket für Wien präsentierte. Lag Anfang Juli die Zahl der aktiven Corona-Fälle noch bei rund 250 Fällen, liegt diese nur eine Woche später bei rund 350 aktiven Fällen. Rund ein Drittel der österreichischen Neuinfektionen im Juli ist auch in Wien aufgetreten. „Wir wollen nicht wie der Bürgermeister passiv abwarten, bis die Lage eskaliert und wir einen regionalen Shutdown in Wien haben. Das wollen wir nicht für die Wienerinnen und Wiener, aber auch nicht für die ohnehin schon geplagten Unternehmen in unserer Stadt“, so Wölbitsch. „Jetzt ist definitiv nicht die Zeit, Maßnahmen zurückzufahren. Jetzt ist die Zeit, aktiv zu handeln und unsere Stadt mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu schützen und vorzubereiten!“

„Die nächsten Tage und Wochen sind entscheidend für den weiteren Verlauf. Und hier ist die Frage, wie gut und schnell Testen, Tracing und Containment funktioniert“, so Wölbitsch, der von einem aktuellen Fall Ende Juni berichtet, bei dem vom Anruf bis zum Ergebnis sieben Tage vergangen sind. „Das ist inakzeptabel. Das muss schneller gehen, hier braucht es mehr Tempo. Um künftige Cluster zu verhindern, muss die Auswertung innerhalb von 24 Stunden funktionieren und damit elektronisch zugestellt werden, um keine Zeit am Postweg zu verlieren“, betont der ÖVP-Stadtrat. Während in Oberösterreich die Bekämpfung des Corona-Virus ernst genommen wird und sofort, akut und professionell agiert wird, hat die Wiener Stadtregierung die Corona-Krise von Anbeginn nicht richtig ernst genommen. Wölbitsch erinnerte daran, dass erste Vorsichtsmaßnahmen der Bundesregierung von SPÖ-Gesundheitsstadtrat Hacker als „lustige Cowboy-Methoden“ heruntergespielt und besorgte Ärzte als „hysterisch“ bezeichnet wurden. Polizei-Unterstützung bei der Überwachung von Quarantäne-Maßnahmen wurde von Wien lange Zeit abgelehnt und komme erst jetzt langsam in die Gänge. „Das muss intensiviert werden“, so Wölbitsch, der auch fordert, dass die Stadtregierung weniger in Eigenwerbung und mehr für Bewusstseinsbildung investiert.

Die Gesundheitssprecherin der neuen Volkspartei Wien, Ingrid Korosec, präsentierte ein umfassendes Akut-Maßnahmenprogramm für Wien. Neben der Beschleunigung von Testergebnissen innerhalb von 24 Stunden muss auch das Hilfsangebot der Polizei zur Einhaltung von Quarantänevorschriften und Contact Tracing intensiver genutzt werden. Weiters fordert die neue Volkspartei Wien, dass Wiener Bezirksergebnisse veröffentlicht werden und diese auf die Stadt-Wien-App gespielt werden können. Dringend brauche es auch die Wiedereinführung der automatischen Türöffnung in Öffentlichen Verkehrsmitteln, sowie Desinfektionsspender bei allen Aus- und Eingängen der U-Bahnstationen sowie in Bus- und Straßenbahnen, aber auch auf Spielplätzen inklusive regelmäßiger Desinfektion der Spielgeräte. Hier geht es vor allem um Bewusstseinsbildung und Aufmerksamkeit. Auch bei der Kontrolle der Maskenpflicht in den Wiener Linien gebe es noch Luft nach oben. „Uns erreichen immer wieder Beschwerden, dass diese nicht eingehalten wird“, so Korosec. Außerdem fordert sie, dass sich jeder Mitarbeiter der Stadt Wien – auch bei den Wiener Linien, dem KAV und den Magistraten – gratis und unkompliziert testen lassen kann. „Es ist absolut inakzeptabel, dass das AKH-Pflegepersonal nicht regelmäßig auf Covid19 getestet wird“, so Korosec, die abschließend die Einberufung eines Sonder-Gesundheitsausschusses des Gemeinderates fordert: „Was wir jetzt an Boden verlieren, können wir nur schwer wieder einholen.“

Um das Thema wieder verstärkt unter die Menschen zu bringen, startet die neue Volkspartei Wien eine Kampagne auf ihren Social-Media-Kanälen. „Wir wollen unseren Beitrag leisten, damit wieder mehr Abstand gehalten wird, die Masken getragen und Hygienevorschriften eingehalten werden“, so Korosec. Im Hinblick auf die kommende Influenza im Herbst und Winter sei es notwendig, hier rechtzeitig mit Bewusstseinsbildung für eine Influenza-Impfung zu beginnen.

Zusammenfassung Akut-Maßnahmenpaket für Wien:

1. Auswertung der Tests muss schneller funktionieren

2. Wien muss Hilfsangebot der Polizei bei Einhaltung von Quarantänevorschriften und Contact Tracing verstärkt annehmen

3. Veröffentlichung der Bezirksdaten inkl. Einspielung auf der Stadt Wien-App

4. Wiedereinführung der automatischen Türöffnung in Öffentlichen Verkehrsmitteln

5. Verstärkte Kontrolle der Maskenpflicht in den Wiener Linien inklusive Konsequenzen

6. Aufstellen von Desinfektionsspendern bei allen Aus- und Eingängen der U-Bahnstationen sowie in Bus- und Straßenbahnen

7. Regelmäßige Desinfektion von Spielplätzen inklusive Aufstellen von Desinfektionsspendern

8. Jeder Mitarbeiter der Stadt Wien und seiner Unternehmungen – in den Magistraten aber auch der Wiener Linien und im KAV – soll die Möglichkeit haben, sich jederzeit gratis testen zu lassen

9. Einberufung eines Sonder-Gesundheitsausschusses des Gemeinderates

Die neue Volkspartei Wien
Michael Ulrich, MSc
Leitung Kommunikation & Presse
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