Grün wirkt, gerade in der Bildungspolitik

Grün wirkt, gerade in der Bildungspolitik

Hamann erstaunt über Äußerungen von Bildungsminister Faßmann

Wien (OTS) – Mit Erstaunen reagiert die Bildungssprecherin der Grünen, Sibylle Hamann, auf die jüngsten Äußerungen von Bildungsminister Heinz Faßmann. Die Grünen „lassen uns die Bildungspolitik machen, die wir für richtig erachten. Das ist ein sehr angenehmer Zustand“, hatte dieser in einem Interview mit der „Presse“ gesagt.

„Der Minister und ich haben bisher ein äußerst konstruktives, von wechselseitigem Respekt und Wertschätzung getragenes Verhältnis“, stellt Hamann klar. Deswegen sei es bisher auch gelungen, in der Bildungspolitik schon innerhalb weniger Monate viele wichtige grüne Anliegen umzusetzen. „Der starke Fokus auf die soziale Bedeutung von Schule, speziell in der Zeit des Lockdown, wurde direkt durch unseren positiven Einfluss ermöglicht“, sagt Hamann, „ohne die Grünen wären Schulen und Kindergärten im ganzen Land noch viel länger zugesperrt geblieben.“ Auch die rasche Umsetzung der Sommerschule – eine Idee, die die Grünen ins Regierungsprogramm hineinreklamiert haben – „wäre ohne uns nicht passiert“, stellt Hamann fest.

Weitere Errungenschaften: Die Schaffung von vielen tausend Ferienbetreuungsplätzen im Rahmen der Gemeindemilliarde – „das war nur durch unsere hartnäckigen Verhandlungen möglich“ -, sowie die Schaffung von 1000 neuen Jobs für Administrationspersonal an den Schulen ab kommendem Herbst. Aktiv treibe man ein Projekt voran, das jenen Kindern, die daheim keine Lernunterstützung haben, Mentor*innen vermittelt. In die Zielgerade geht gerade ein weiteres grünes Herzensprojekt: Nämlich die Schaffung eines Beirats für Elementarpädagogik im Bildungsministerium. „Damit wird endlich die Basis dafür geschaffen, dass Kindergärten bundesweit verbindliche Standards bekommen. Nach jahrzehntelanger politischer Vernachlässigung bekommt die Elementarpädagogik unter grüner Regierungsbeteiligung nun endlich jenen Stellenwert, den sie verdient.“

Auch die grüne Bildungssprecherin empfindet es – wie der Bildungsminister – als „sehr angenehmen Zustand, wenn man in einer Regierung nicht streiten muss, sondern gemeinsam Projekte entwickeln kann.“ Für Faßmanns Äußerungen hat sie eine naheliegende Erklärung:
„Offenbar gefallen dem Minister manche grünen Positionen inzwischen schon so gut, dass er sie für die eigenen hält.“

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