Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj unterstützt Errichtung des Holocaust-Denkmals von Babi Jar; Arbeitskomitee wird unter der Leitung von Andrij Jermak, Leiter der Präsidialverwaltung, stehen

Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj unterstützt Errichtung des Holocaust-Denkmals von Babi Jar; Arbeitskomitee wird unter der Leitung von Andrij Jermak, Leiter der Präsidialverwaltung, stehen

Kiew, Ukraine (ots/PRNewswire) – Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte den Mitgliedern des Aufsichtsrats des Babi Jar Holocaust-Gedenkzentrums: „Die Errichtung des Denkmals ist äußerst wichtig für unser Land.“

Bei einem Online-Treffen zur Besprechung der Errichtung des zukünftigen Babi Jar Holocaust-Gedenkzentrums in der Stadt Kiew sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dem Aufsichtsrat des Zentrums, dass er dessen Bau unterstützt:

„Die Errichtung der Gedenkstätte ist für unser Land äußerst wichtig. Seine Geschichte enthält viele tragische Seiten. Und wir müssen diese stets in unseren Gedanken behalten und die kommenden Generationen darüber informieren. Solche Momente sollten in der Geschichte der Ukraine erhalten bleiben. Sie sind in unseren Gesprächen, in unserem Gedächtnis und in Büchern verankert. Es wäre sehr gut, wenn dieses Projekt ins Leben gerufen würde und wir gemeinsam mit Ihnen Geschichte machen würden.“

Präsident Selenskyj betonte auch, wie wichtig es sei, an die ukrainischen „Gerechten unter den Völkern“ zu erinnern, die während des Holocaust Juden gerettet haben.

In einer bedeutenden Entwicklung einigten sich die Teilnehmer darauf, ein Arbeitskomitee zu bilden, dem Andrji Jermak, der Leiter der Präsidialverwaltung, vorstehen wird. Das Komitee wird den Rahmen der Errichtung der Gedenkstätte koordinieren und sich auf den 80. Jahrestag der Tragödie von Babi Jar vorbereiten.

Ronald Lauder, Aufsichtsratsmitglied und Präsident des Jüdischen Weltkongresses, betonte, dass das zukünftige Denkmal den Besuchern eine klare Antwort auf die Frage geben müsse, was Antisemitismus ist, und die Aufmerksamkeit der Welt auf Babi Jar lenken müsse.

Ronald Lauder sagte: „Dies ist die dritte Generation, die über den Holocaust Bescheid weiß. Doch während fast jeder von Auschwitz gehört hat, ist die Geschichte Babi Jars jungen Menschen fast unbekannt. Ich möchte, dass Menschen Kiew besuchen, um die Gedenkstätte von Babi Jar zu sehen, um zu verstehen, was hier geschehen ist. Wir haben jetzt die Chance, etwas Fantastisches zu bewirken. Je mehr Menschen wissen, was in Babi Jar geschehen ist, desto besser wird dies für die ganze Welt sein.“

Natan Scharanski, der Leiter des Aufsichtsrats, wies darauf hin, dass die Geschichte von Babi Jar nicht nur für das jüdische Volk von Bedeutung ist, sondern dass es auch ein Ort ist, an dem Menschen anderer Nationalitäten ums Leben kamen, insbesondere ukrainische, weißrussische und polnische Bürger.

Natan Scharanski sagte: „Diese Initiative ist nicht nur ein Denkmal, sondern eine wichtige Gedenkstätte mit einem Museum und einem Forschungszentrum, die dazu beitragen, das Maß an Toleranz in der Gesellschaft zu erhöhen und eine globale Rolle bei der Positionierung der Ukraine in der Welt zu spielen. Solche Institutionen werden auf der ganzen Welt in Partnerschaft mit dem Staat gegründet und von seinen wichtigsten Beamten unterstützt.“

Leonid Krawtschuk, der erste Präsident der Ukraine (1991-1994), der ebenfalls dem Aufsichtsrat beigetreten ist, betonte, dass das zukünftige Denkmal eine unbestreitbare historische Erklärung abgeben wird. „Dieses Projekt ist interessant, wichtig und sehr umfassend. Es ist Teil der Geschichte. Babi Jar war eine schreckliche Tragödie, und deshalb müssen wir eine unvergleichliche Erinnerung daran schaffen und das Projekt auf die bestmögliche Weise ausführen.“

Ein weiteres Aufsichtsratsmitglied, Joschka Fischer, ehemaliger Außenminister und Vizekanzler Deutschlands (1998-2005), sagte: „Für mein Land ist es sehr wichtig, nicht zu vergessen, und alles zu tun, was wir tun können, um zur Erinnerung an den Holocaust und dieses schreckliche Verbrechen beizutragen.“

Im September 1941, nur Tage nachdem die Nazis Kiew besetzt hatten, wurden rund 34.000 Juden der Stadt angewiesen, zur Schlucht Babi Jar zu marschieren, wo sie über einen Zeitraum von zwei Tagen erschossen wurden. Am selben Ort wurden auch spätere Massaker durchgeführt, denen andere Minderheiten und Nationalitäten zum Opfer fielen.

Das Babi Jar Holocaust-Gedenkzentrum wird respektvoll der Opfer der Tragödie gedenken und die Humanisierung der Menschheit durch die Erhaltung der Erinnerung und das Studium der Geschichte des Holocaust fördern.

Über das Babi Jar Holocaust-Gedenkzentrum

Das Babi Jar Holocaust-Gedenkzentrum ist eine nichtstaatliche Wohltätigkeitsorganisation, die die Erinnerung an den Holocaust und die Tragödie von Babi Jar in der Ukraine erhalten und fördern soll, indem sie das Babi-Jar-Gebiet zu einer Gedenkstätte macht. Die Aufgabe der Stiftung besteht darin, die Erinnerung an die Opfer der Tragödie zu ehren und einen Beitrag zur Humanisierung der menschlichen Gesellschaft zu leisten, indem sie die Geschichte des Holocaust bewahrt und untersucht.

Foto – https://mma.prnewswire.com/media/1222366/President_Ukraine_Volodymyr_Zelensky.jpg

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Dan Kosky
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