Sacher/Fenninger ad Moria: „Kein Zurück zu Flüchtlingslagern, sondern europäische Lösung“
Sacher/Fenninger ad Moria: „Kein Zurück zu Flüchtlingslagern, sondern europäische Lösung“
Volkshilfe fordert türkis-grüne Bundesregierung zum Handeln auf
Wien (OTS) – „Wer einen Funken Menschlichkeit in sich trägt, pocht nun auf eine Verteilung der Menschen aus der Hölle von Moria auf die Mitgliedsstaaten der EU. Solche Lager darf es nicht mehr geben, die Zustände waren schon lange einem Friedensnobelpreis-Träger absolut unwürdig“, appelliert Ewald Sacher, Präsident der Volkshilfe Österreich, in einer Aussendung eindringlich.****
„Die österreichische Politik und allen voran Bundeskanzler Kurz schaut seit Jahren dabei zu, wie Menschenrechte an den europäischen Außengrenzen mit Füßen getreten werden. Griechenland wurde zuerst unter dem Diktat der Austerität kaputtgespart und nun mit der Flüchtlingssituation alleine gelassen. Österreich muss Soforthilfe leisten, um die humanitäre Katastrophe in Moria jetzt zu beenden“, fordert Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich. Es sei zudem spätestens jetzt an der Zeit, zumindest unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ,Familien und andere vulnerable Gruppen in andere EU-Staaten zubringen, so Fenninger weiter. „Dass Österreich Menschen aufnehmen kann, haben wir in unserer Geschichte mehrfach bewiesen. Die tausenden Menschen, die an den Bahnhöfen geholfen haben, sind nicht verschwunden; die 150.000 Voices for Refugees, die sich im Oktober vor fünf Jahren für Schutzsuchende erhoben haben, sind nicht verhallt. Zahlreiche Bürgermeister haben sich bereiterklärt, Menschen in ihrer Gemeinde aufzunehmen. Worauf wartet die Bundesregierung? Die Zeit zum Handeln ist jetzt“ betont Ewald Sacher abschließend.
In Griechenlands größtem Flüchtlingslager in Moria auf der Ägäis-Insel Lesbos brachen in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch mehrerer Brände aus. Das Lager ist für rund 2.800 Menschen ausgelegt, allerdings befinden sich mehr als 12.600 Schutzsuchende unter schwierigsten Bedingungen dort. Seit vergangener Woche sind zudem 35 Corona-Infektionen im Lager bekannt geworden.
Erwin Berger, MAS
Leiter Kommunikation Volkshilfe Österreich
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