Grüne/El-Nagashi zum Welttierschutztag: Tierschutz ist die Zukunftsfrage

Grüne/El-Nagashi zum Welttierschutztag: Tierschutz ist die Zukunftsfrage

Kehrtwende in der Intensiv-Tierhaltung ist Gebot der Stunde

Wien (OTS) – Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober betont die Tierschutzsprecherin der Grünen, Faika El-Nagashi, den dringenden Bedarf nach einer Kehrtwende in der Intensiv-Tierhaltung: „Zwischen der Klimakrise, der pandemischen Verbreitung von Zoonosen (Krankheiten wie COVID-19, die von Tieren auf Menschen übertragen werden) und der Verschärfung globaler Ausbeutung liegt der Zusammenhang mit der Massentierproduktion auf der Hand. Die Frage des Tierschutzes muss zu einer Frage der Tierrechte und, mehr noch, zu einer zentralen Zukunftsfrage werden.“

„Die größten Probleme entstehen dort, wo Tiere profitabel sein müssen. In der konventionellen landwirtschaftlichen Tierhaltung braucht es grundlegende Veränderungen. In der Schweinhaltung ist Österreich mittlerweile europäisches Schlusslicht. Fünf Millionen Schweine bei acht Millionen Einwohner*innen wirft ein deutliches Licht auf ein komplexes Problem: Es wird millionenfach zu billiges Schweinefleisch produziert, hauptsächlich für den Export. Das geht immer auf Kosten der Tiere: Betonboden ohne Einstreu, gravierender Platzmangel, betäubungslose Kastration, Amputation der Ringelschwänze, körperenge Käfige für gebärende Sauen. Aber auch die Umwelt und die Gesundheit der Konsument*innen werden damit gefährdet. Ein Kreislauf, unter dem wir alle leiden“, sagt El-Nagashi.

„Männliche Kälber werden als ‚Abfall der Milchindustrie‘ bezeichnet und zu Tausenden auf qualvollen Tiertransporten aus Österreich exportiert, während gleichzeitig große Mengen Kalbfleisch aus den Niederladen importiert werden. Auch das ist ein System, das auf Profit ausgerichtet ist und dafür Tierleid, Umweltzerstörung und Gesundheitsgefährdung in Kauf nimmt, statt auf das Wohlergehen aller zu achten“, ergänzt die Tierschutzsprecherin.

„Tierische Produkte sind keine Selbstverständlichkeit, ihr Verzehr oft viel schädlicher, als es für die Konsument*innen transparent ist. Die Förderung pflanzenbasierter Ernährung kann der Schlüssel zu einem weitreichenden Systemwandel sein, der Mensch, Tier und Umwelt schützt“, hält El-Nagashi fest. Die Tierschutzsprecherin dankt den engagierten Aktivist*innen, die das ganze Jahr über für Tierrechte kämpfen und damit jenen eine Stimme geben, die nicht für sich selbst sprechen können.

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