FPÖ – Ragger: Türkis-grüne Regierung übergeht Rechte von hörbehinderten Menschen!

FPÖ – Ragger: Türkis-grüne Regierung übergeht Rechte von hörbehinderten Menschen!

Gehörlose und hörbehinderte Menschen kämpfen um Teilhabe am Alltag

Wien (OTS) – Die Ausnahmebestimmung, wonach Menschen mit beeinträchtigtem Hörvermögen sowie deren Gesprächspartner im Alltag zu Kommunikationszwecken von der Maskenpflicht befreit sind, musste neun Monate langwierig erkämpft werden. „Die Corona-Pandemie samt türkis-grünen Regierungsmaßnahmen haben das Zusammentreten von Menschen und das öffentliche Leben grundlegend verändert und massiv eingeschränkt. Jeder Grundlage entbehrend, gelten wieder verschärfte Bedingungen hinsichtlich des Tragens einer FFP2-Maske. Dass die Ausnahmebestimmungen dazu weitgehend ignoriert und nicht kommuniziert werden, macht Menschen mit Hörbehinderung zu Menschen zweiter Klasse, die kategorisch aus allen Gesprächssituationen in der Öffentlichkeit ausgeschlossen werden“, kritisierte heute FPÖ-Behindertensprecher NAbg. Mag. Christian Ragger.

Ragger betonte die Notwendigkeit des Absetzens der Maske zum Lippenlesen: „Wir vergessen als Menschen mit gutem Gehör leider allzu leicht, was es bedeutet, einzig und allein auf andere Sinnesorgane angewiesen zu sein. Trägt das Gegenüber eine Maske, kann keine Kommunikation stattfinden, da die Lippen verdeckt sind. ÖVP und Grüne haben es seit November 2020 nicht geschafft, die beschlossenen Ausnahmebestimmungen medienwirksam unter das Volk zu bringen, mit der Folge, dass Menschen mit Hörbehinderungen kein Verständnis entgegengebracht wird, wenn sie im Alltag die Maske lüften und zum Gespräch ansetzen. Man ist lieber darauf erpicht, im guten Glauben an die Gesundheit zu ermahnen, statt selbst die Lippen zu zeigen. Den Ignoranten der Regierungsparteien ist es anscheinend vollkommen egal, dass die verfassungsrechtlich verlangte Inklusion von Menschen mit Behinderung vollkommen negiert wird, wie man auch im Sozialausschuss gesehen hat“, beklagte Ragger.

Dem FPÖ-Entschließungsantrag, die Ausnahmebestimmungen endlich umzusetzen und Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, wurde nicht stattgegeben. „Es ist erbärmlich, wenn ein ideologiefreier Antrag, dessen Beschluss das Leben von 1,7 Millionen Menschen in Österreich erheblich vereinfacht hätte, ohne Begründung übergangen wird. Es geht dabei nicht um parteipolitisches Kalkül oder Stimmenfang, sondern schlichtweg um die Lebensqualität und die Teilhabe am Alltag von Millionen Österreicher“, betonte der FPÖ-Behindertensprecher.

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