Keine Sorge vor Gürtelrose? Österreicher*innen halten Risiko für gering
Keine Sorge vor Gürtelrose? Österreicher*innen halten Risiko für gering
* Aktuelle Ipsos-Umfrage: Nur 2% der Österreicher*innen halten es für wahrscheinlich an Gürtelrose zu erkranken*
* Jedoch tragen mehr als 99% der über 50-Jährigen das Virus, das Gürtelrose auslöst, in sich – und jede/r Dritte erkrankt im Lauf seines Lebens daran
* Gürtelrose wird nicht als schwere Krankheit eingeordnet – obwohl die Beschwerden weithin bekannt sind
* Aktualisierte Empfehlung im österreichischen Impfplan
* Informationskampagne Gürtelrose-Info [www.gürtelrose-info.at]
(http://www.xn--grtelrose-info-gsb.at/) wird mit TV-Offensive
verstärkt
Ein Großteil, nämlich 85% der Österreicher*innen, kennen laut einer aktuellen Umfrage* der Ipsos Marktforschung vom Jänner 2022 Gürtelrose – in der Fachsprache Herpes Zoster – als Erkrankung. Und 67% wissen auch zumindest grundsätzlich Bescheid über Symptome, schwere Ausprägungen und mögliche Komplikationen. Im Hinblick auf ihr persönliches Risiko haben die Menschen aber einen blinden Fleck: Nur 2% der Befragten der über 50-Jährigen halten es für wahrscheinlich, in den nächsten 12 Monaten Gürtelrose zu bekommen. 65% meinen, es wäre „nicht sehr wahrscheinlich, eine Gürtelrose zu entwickeln“. Dabei erkrankt jede/r Dritte im Lauf seines Lebens daran.
„Mit diesem gering ausgeprägten Risikobewusstsein unterscheiden sich die Österreicher*innen von der Bevölkerung in anderen Ländern“, betont Mag. Alexander Zeh von Ipsos Austria. In Schweden sind sich immerhin 10% der Gefahr bewusst, diese oft extrem schmerzhafte und langwierige Erkrankung zu bekommen. In Großbritannien liegt der Wert bei 11% und in Hongkong sogar bei 14%.
Als die wichtigsten Risikofaktoren werden ein „schwaches Immunsystem“, „Stress“, „eine mit dem Alter schwächer werdende Immunfunktion“ und „eine bereits erlittene Gürtelrose-Erkrankung“ genannt. Wenn es jedoch um das persönliche Risiko geht, sehen sich viele Befragten nicht gefährdet: „Ich hatte es noch nie, also werde ich es auch in Zukunft nicht bekommen“, „Ich fühle mich gesund“ oder „Ich wüsste nicht, woher ich es bekommen sollte“ sind typische Aussagen.
Schwere der Erkrankung massiv unterschätzt
Gürtelrose wird außerdem im Vergleich zu anderen Krankheiten als wenig schwerwiegend eingestuft: Nur 15% der heimischen Befragten über 50 halten Gürtelrose für eine schwere Erkrankung. Im Gegensatz dazu werden beispielsweise Lungenentzündung und COVID-19 von 69% als gravierend eingestuft, ebenso wie Influenza, die 39% in diese Kategorie einordnen.
„Dabei – und das ist aus psychologischer Sicht interessant – wissen 47% der Befragten über den negativen Einfluss auf die Lebensqualität Bescheid“, zeigt sich Zeh verwundert, „und hohe Anteile können auch Symptome benennen. 80% kennen etwa den typischen Ausschlag, 53% haben von Taubheit und Kribbeln an den betroffenen Körperstellen gehört. Und 49% wissen über die Berührungsempfindlichkeit und den teils lähmenden Schmerz Bescheid.“
Trotzdem, so Zeh abschließend, würden nur 5% über eine Vorsorge nachdenken.
Viele schwere Fälle in der klinischen Praxis
Daran knüpft Prim. Univ.-Doz. Dr. Robert Müllegger, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten und Leiter der Abteilung Dermatologie und Venerologie am Landesklinikum Wr. Neustadt, mit seiner praktischen Erfahrung an: „Das Risiko, Gürtelrose zu bekommen, ist ja enorm hoch. Mit jedem Lebensjahrzehnt wird es höher. Jeder dritte Österreicher bekommt – über die gesamte Lebenszeit gerechnet – Gürtelrose. Und mit steigendem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen stark an. An vorderster Stelle sind die Post-Zoster-Schmerzen zu nennen, die mindestens 3 Monate -manchmal auch viele Monate bis Jahre – anhalten und die Lebensqualität massiv einschränken. Wer Erfahrung mit Zoster-Patienten hat, weiß, dass sie zu den Fällen mit den stärksten Schmerzerlebnissen in der Humanmedizin zählen. Und noch dazu sind sie sehr schwer zu behandeln.“
Müllegger ist auch betroffen, dass laut Umfrage die Schwere einer Gürtelrose von den Österreicher*innen so unterschätzt wird. „Viele ehemalige Patient*innen können von einem wahren Leidensweg berichten, und ich verzeichne viele Fälle mit dramatischen Verläufen und langanhaltenden Beschwerden.“ Die Post-Zoster Neuralgie kann bis zu 30% aller Patienten betreffen; weitere mögliche Komplikationen sind Post-Zoster-Pruritus, bakterielle Superinfektionen, eine Augenbeteiligung oder Manifestationen im zentralen Nervensystem.
Empfehlung im österreichischen Impfplan
Müllegger verweist auf den österreichischen Impfplan, in dem eine Impfung gegen Gürtelrose für Erwachsene ab 50 Jahren und für Personen mit besonders hohem Risiko bereits ab 18 Jahren ausdrücklich empfohlen ist.
Informationskampagne soll Bewusstsein schaffen – seit kurzem
auch im TV
Aufmerksamkeit in der Bevölkerung zu schaffen versucht die Informationskampagne „Gürtelrose-Info.at – Impfen schützt“. Zentrale Plattform ist die Website [www.gürtelrose-info.at]
(http://www.xn--grtelrose-info-gsb.at/).
Ergänzend werden Fakten über Medienkooperationen, eine [Facebook-Seite] (https://www.facebook.com/GuertelroseInfoAT), verschiedene Aktionen und nicht zuletzt eine [Podcast]
(https://xn--grtelrose-info-gsb.at/podcast-mit-martina-rupp/)-Serie
mit Radio- und TV-Moderatorin Martina Rupp transportiert, die sich aufgrund ihrer eigenen Krankheitsgeschichte für die Kampagne engagiert.
Seit kurzem läuft außerdem eine TV-Kampagne, die ebenfalls mehr Bewusstsein für diese Erkrankung schaffen möchte:
https://videos.gskstatic.com/pharma/gürtelrose-info_at/TvSpot.mp4
Weitere Audioaufnahmen von Betroffenen, die vor allem die Schmerzen und Nachwirkungen beschreiben, finden sich [hier]
(https://www.xn--grtelrose-info-gsb.at/betroffene-erzaehlen/). Darin
sagt etwa Gertraud G.: „Der Schmerz sitzt bei mir fest. Das hab ich noch immer, dass mich der Schmerz in der Nacht überrollt.“
Weitere Bilder in der [APA-Fotogalerie]
(https://www.apa-fotoservice.at/galerie/28186)
GlaxoSmithKline Pharma GmbH
Mag. Barbara Masser-Mayerl
Corporate Communications Lead, Dep. Corporate Affairs
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