Weltuigurenpräsident Dolkun Isa und „Kronzeugin“ Saragul Sautaby auf Einladung von ÖVP-Menschenrechtssprecherin Gudrun Kugler in Wien
Weltuigurenpräsident Dolkun Isa und „Kronzeugin“ Saragul Sautaby auf Einladung von ÖVP-Menschenrechtssprecherin Gudrun Kugler in Wien
„Möglichkeiten nützen, auch wenn sie begrenzt sind. Auch in Österreich lebende Uiguren suchen seit Jahren nach ihren Verwandten“
Am 21. und 22. September lädt Nationalratsabgeordnete Dr. Gudrun Kugler als ÖVP-Menschenrechtssprecherin Vertreter und Betroffene der in China unterdrückten Uiguren zu Gesprächen ins österreichische Parlament. Eingeladen sind u.a. die parlamentarischen Sprecher für Menschenrechte und Außenpolitik, Vertreterinnen und Vertreter Chinas sowie NGOs und die interessierte Öffentlichkeit.
Hochrangige Vertreter der Betroffenen sind Dolkun Isa, Präsident des Weltkongresses der Uiguren, der derzeit im Exil in Deutschland lebt. Mit dabei ist die Autorin Sayragul Sauytbay, Angehörige der kasachischen Minderheit, derzeit lebt sie mit politischem Asyl in Schweden. Frau Sauytbay musste in einem Lager als Lehrerin Zwangsarbeit leisten und berichtete nach ihrer Flucht in dem Buch „Die Kronzeugin“ über das Leben in den Lagern und die dort vorherrschenden systematischen Menschenrechtsverletzungen. Sie wird begleitet von der Mitautorin ihres Buches, der deutschen Journalistin Alexandra Cavelius.
Wie orf.at heute berichtet, prangert der aktuelle Bericht zur Lage der Uiguren des UN-Menschenrechtsbüros „schwere Menschenrechtsverletzungen“ in der chinesischen Region Xinjiang an. Dort spricht man von Hinweisen auf „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, sieht „Vorwürfe von Mustern von Folter oder Misshandlung, einschließlich erzwungener medizinischer Behandlung und schlechter Haftbedingungen“ sowie Vorwürfe von sexueller und geschlechtsbasierter Gewalt, „willkürliche Inhaftierungen in großem Umfang“ und „zwangsweise Durchsetzung der Familienplanungspolitik“. Exakte Zahlen seien laut der scheidenden UNO-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet nicht festzustellen, es gibt Schätzung von NGOs, die von bis zu einer Million Inhaftierten sprechen.
„Die internationale Staatengemeinschaft muss sich mit den Verbrechen gegen die Uiguren und andere Minderheiten beschäftigen. Die Staaten sind bilateral miteinander verflochten und arbeiten in zahlreichen Institutionen zusammen. Selbst nur begrenzte Handlungsmöglichkeiten müssen wir ausschöpfen“, so ÖVP-Menschenrechtssprecherin Dr. Gudrun Kugler. „Auch in Österreich leben Uigurinnen und Uiguren, die seit Jahren nach ihren verschwundenen Eltern und Geschwistern suchen.“
Weitere Informationen und Kontakt: Gudrun Kugler, info@gudrunkugler.at.
Aktuelle Berichterstattung:
Uiguren-Bericht des UN -Menschenrechtsbüros: https://orf.at/stories/3283360/
Dolkun Isa, Präsident des Weltkongresses der Uiguren im Standard:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
01/40110/4436
http://www.oevpklub.at
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