Polizeiliche Schwerpunkte werden dort gesetzt, wo es die Sicherheit erfordert
Polizeiliche Schwerpunkte werden dort gesetzt, wo es die Sicherheit erfordert
Kirchturmdenken gehört der Vergangenheit an – Flexibilität und Beweglichkeit sind moderne Einsatzgrundsätze
Moderne Polizeiarbeit bedeutet, flexibel auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren, Personal und Einsatzmittel dort einzusetzen, wo sie benötigt werden, und konsequent in Ausrüstung, Ausbildung und Nachwuchs zu investieren.
„Wir setzen polizeiliche Schwerpunkte dort, wo sie erforderlich sind“, betonte Bundespolizeidirektor Michael Takàcs. „Das Kirchturmdenken gehört der Vergangenheit an. Flexibilität und Beweglichkeit sind heute wesentliche Grundsätze moderner Polizeiarbeit.“
ZAHL DER BEWERBUNGEN KONTINUIERLICH GESTEIGERT
In den vergangenen Jahren konnten die Bewerbungen für den Polizeiberuf kontinuierlich gesteigert werden. Für den Aufnahmetermin im September 2026 liegen österreichweit rund 3.900 Bewerbungseingänge vor. Im Vergleich dazu gingen für den Aufnahmetermin im September 2022 1.600 Bewerbungen ein. Rund 570 Ausbildungsplätze stehen im kommenden September zur Verfügung, etwa die Hälfte davon in Wien. Die nächsten Aufnahmen erfolgen im Dezember 2026. Gesamt werden heuer rund 1.400 Polizeischülerinnen und -schüler aufgenommen.
Eine besondere Herausforderung stellt Wien dar: die zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätze konnten in der Vergangenheit oftmals nicht mit geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern besetzt werden. Auch für den Aufnahmetermin im September haben sich rund 900 Menschen beworben, dennoch werden die zur Verfügung stehenden 200 Ausbildungsplätze nicht zur Gänze besetzt werden können.
„Mein Appell an all jene, die sich mehr Polizisten in Wien wünschen: Motivieren sie Menschen, die sie für geeignet für den Beruf des Polizisten halten! Politische Arbeit, aber auch die Tätigkeit der Personalvertreter, erfordern konstruktives Handeln für die Gesellschaft und vor allem Verantwortung. Weder Unterschriftenlisten, noch Pappmodelle werden mehr Polizisten für Wien bringen“, sagte Bundespolizeidirektor Michael Takàcs.
BUNDESWEITE UNTERSTÜTZUNG
Die Bundespolizei ist österreichweit organisiert. Dadurch können Polizistinnen und Polizisten rasch bundesländerübergreifend eingesetzt werden. Dieses bewährte Prinzip kommt regelmäßig bei Großveranstaltungen, Fußballspielen, Demonstrationen oder internationalen Ereignissen zum Einsatz.
Allein in Wien wurden im vergangenen Jahr 35 Bundesligaspiele sowie rund 12.600 Versammlungen – darunter etwa 300 Großversammlungen – polizeilich begleitet. Aufgrund dieser hohen Einsatzdichte unterstützen Polizeikräfte aus den Bundesländern die Wiener Polizei temporär. Diese Unterstützung funktioniert jedoch in beide Richtungen: Wiener Einheiten stehen regelmäßig auch ihren Kolleginnen und Kollegen in den Bundesländern zur Seite, etwa beim Nova Rock in Nickelsdorf, bei Bundesligaspielen in der Steiermark oder bei der Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm.
MODERNER POLIZEIFUHRPARK
Auch bei Fahrzeugen setzt die Bundespolizei auf eine bedarfsgerechte Modernisierung. Der Škoda Kodiaq ersetzt künftig die bisherigen Standardstreifenfahrzeuge Škoda Octavia 4×4 und VW Touran, da diese Modelle nicht mehr verfügbar sind. Der Skoda Kodiaq ist ein Fahrzeug, das die hohen Anforderungen des Streifendienstes mit der höchstmöglichen Sicherheit für Polizistinnen und Polizisten vereint. Das neue Einsatzfahrzeug bietet mit Allradantrieb, mehr Platz und höherer Zuladung deutliche Vorteile im täglichen Polizeidienst.
Parallel dazu wurde der österreichweite Fahrzeugbedarf analysiert. Dort, wo Fahrzeuge dauerhaft nur gering ausgelastet sind, wird die Flotte entsprechend angepasst, um Ressourcen effizient einsetzen zu können.
MEHR TRAINING UND BESTMÖGLICHER SCHUTZ FÜR EINSATZKRÄFTE
Die Anforderungen an Polizistinnen und Polizisten steigen kontinuierlich. Deshalb investiert die Bundespolizei in realitätsnahe Ausbildung und moderne Schutzausrüstung.
Mittlerweile stehen in Österreich acht moderne Einsatztrainingszentren zur Verfügung, weitere befinden sich in Planung. Dort werden Einsatztaktik, Schießtraining und Einsatztechnik unter realitätsnahen Bedingungen trainiert. Dieses Training endet nicht mit der Grundausbildung, sondern begleitet die Einsatzkräfte während ihres gesamten Berufslebens.
Gleichzeitig wird laufend moderne Schutzausrüstung beschafft, beispielsweise Body-Cams, Taser, ballistische Schutzausrüstung, moderne Plattenträger, Medic-Packs sowie Spezialausrüstung für hochspezialisierte Einheiten.
MODERNES DIENSTZEITMODELL ALS GRUNDLAGE FÜR ZEITGEMÄSSE UND EFFEKTIVE POLIZEIARBEIT
Mit dem neuen Dienstzeitmodell verfolgt die Bundespolizei das Ziel, Einsatzfähigkeit, Gesundheitsschutz und Planbarkeit besser miteinander zu verbinden. Der Polizeiberuf bleibt ein Hochrisikoberuf. Ausreichende Erholungszeiten dienen daher nicht nur dem Schutz der Bediensteten, sondern erhöhen auch die Sicherheit der Bevölkerung. Übermüdung steigert das Risiko von Fehlern und Unfällen und kann langfristig zu gesundheitlichen Belastungen führen. Das klare Ziel ist die Sicherheit für die Menschen in Österreich.
INTERNATIONALE ZUSAMMENARBEIT WIRKT GEGEN ORGANISIERTE KRIMINALITÄT
Auch die internationale Zusammenarbeit wurde in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut. Gemeinsam mit Ungarn konnten im Rahmen der Operation FOX wesentliche Erfolge bei der Bekämpfung der Schlepperkriminalität erzielt werden. Der erhöhte gemeinsame Fahndungsdruck hat maßgeblich dazu beigetragen, die illegale Migration an der burgenländisch-ungarischen Grenze gegen Null zu drängen.
ZEHN JAHRE GEMEINSAM.SICHER: GEMEINSAM SICHERHEIT GESTALTEN
Die Initiative GEMEINSAM.SICHER hat sich zu einem festen Bestandteil moderner Polizeiarbeit entwickelt. Der enge Austausch mit Gemeinden, Institutionen und der Bevölkerung ermöglicht es, sicherheitsrelevante Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam nachhaltige Lösungen zu erarbeiten.
„Unser Anspruch ist klar: Wir wollen unseren Polizistinnen und Polizisten die bestmöglichen Rahmenbedingungen bieten, damit sie täglich für die Sicherheit der Menschen in Österreich sorgen können – verlässlich, flexibel und genau dort, wo sie gebraucht werden“, sagte Bundespolizeidirektor Michael Takàcs.
Bundesministerium für Inneres
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Ressortsprecher des Bundesministeriums für Inneres
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