Ausbau der NÖ Kinderbetreuung: Wiener Neustadt als Vorreiter

Ausbau der NÖ Kinderbetreuung: Wiener Neustadt als Vorreiter

LR Teschl-Hofmeister/Bgm. Schneeberger: Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch kostenlose Vormittagsbetreuung ab zwei Jahren

St. Pölten (OTS) – Mit der kürzlich präsentierten blau-gelben Betreuungsoffensive soll Niederösterreich zum „Kinderösterreich“ werden – dazu arbeiten Land, Städte und Gemeinden Hand in Hand. Wiener Neustadt ist die erste Kommune, die dieses Paket ab sofort lokal zur Umsetzung bringt. In einer Pressekonferenz am Montagnachmittag erläuterte Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister das Betreuungspaket, Bürgermeister Klaus Schneeberger und Bildungsstadtrat Philipp Gruber erklärten die rasche Umsetzung für die Stadt.

Teschl-Hofmeister: „Zentrale Maßnahme ist die Öffnung der Kindergärten bereits für Zweijährige ab September 2024, weiters soll das Betreuungsangebot für alle Kinder bis zum sechsten Lebensjahr ab September 2023 am Vormittag kostenlos sein.“ Zudem solle flächendeckend Nachmittagsbetreuung in Wohnortnähe angeboten und die Obergrenze der Gruppen von 25 auf 23, bei den Kleinsten auf 15 Kinder gesenkt werden. Teschl-Hofmeister weiter: „Es geht uns dabei um die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die sich vor allem auf die Sommermonate bezieht“ und weiter: „Hier sollen die derzeit im Kindergartengesetz verankerten drei Schließwochen auf eine pro Sommer reduziert werden.“

Die Landesrätin sprach von einem Meilenstein in der Kinderbetreuung des Bundeslandes, wo bereits jetzt über 98 Prozent der Kinder im Kindergartenalter in Betreuung seien. Dies sei ein Zeichen dafür, dass das Angebot sehr gut angenommen werde und, so die Landesrätin, „ähnlich soll es jetzt auch für die Kleinsten funktionieren, deshalb nehmen wir für dieses Fünf-Jahres-Paket in Niederösterreich 750 Millionen Euro gemeinsam mit Städten und Gemeinden in die Hand, die höchste Summe österreichweit.“ Besonders weit gediehen seien die Ausbaupläne in Wiener Neustadt, zeigte sich Teschl-Hofmeister begeistert.

„Als das Projekt ,Kinderösterreich´ von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister präsentiert wurde, war für uns sofort klar, dass wir als Stadt Wiener Neustadt vorne mit dabei sein möchten“, begann Bürgermeister Schneeberger. „Um nun auch die Kindergärten für Kinder ab zwei Jahren zu öffnen“, so Schneeberger, „müssen wir zwölf neue Gruppen platzieren und werden daher im Zuge der bisherigen Kindergarten-Offensive 2025 sieben Kindergärten in Wiener Neustadt um Gruppen erweitern bzw. Gruppen neu schaffen. Besonders strich der Bürgermeister dabei das Leuchtturmprojekt am ehemaligen Leiner-Areal hervor, „wo wir einen musischen Bildungscampus platzieren, an dem vier Gruppen entstehen werden.“ Dies sei ab Herbst 2025 vorgesehen. Alleine durch diese Baumaßnahmen würden über 250 Kinder ab zwei Jahren einen Platz in einer Betreuungseinrichtung finden. Am Ende aller Maßnahmen würden in Wiener Neustadt mehr als 100 Kindergarten-Gruppen für mehr als 2.200 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren eingerichtet sein.

Bildungsstadtrat Philipp Gruber führte im Anschluss noch die kostenlose Kleinkindbetreuung am Vormittag für Kinder unter drei Jahren aus. Besonders bedankte er sich in seinen Ausführungen gleich zu Beginn bei allen Kooperationspartnern wie der Volkshilfe, dem Hilfswerk oder auch den „Zwergenmützchen“, die sich dem Maßnahmenpaket anschließen und selbst Ausweitungen planen. „Die Stadt wird ihrerseits natürlich die entsprechenden Angebote bieten, um das Ziel des Landes Niederösterreich zur kostenlosen Vormittagsbetreuung vollends abzudecken“ und weiter: „Derzeit sprechen wir in Wr. Neustadt von über 1.030 Kindern zwischen Null und drei Jahren, auf die diese Regelung zutrifft.“ Im Endausbau, der laut Bildungsstadtrat bereits Ende 2023 erfolgt sein wird, würden sieben neue Gruppen zur Verfügung stehen, die 500 weitere Kleinkinder abdecken. Gruber betonte, wie schon zuvor Landesrätin und Bürgermeister, dass es sich dabei um ein qualitätsvolles, kostenloses Angebot für Familien zur besseren Vereinbarkeit von Arbeit und Familie handle.

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