Josef Taucher (SPÖ): Die Sozialdemokratie steht Schulter an Schulter mit den Menschen – Antiteuerungsmaßnahmen müssen sozial gerecht sein
Josef Taucher (SPÖ): Die Sozialdemokratie steht Schulter an Schulter mit den Menschen – Antiteuerungsmaßnahmen müssen sozial gerecht sein
Wien dreht an den großen Schrauben – Geothermie-, Öffi-, Photovoltaikausbau
Wien (OTS/SPW-K) – „Wir stehen Schulter an Schulter mit den Menschen in dieser Stadt und setzen gezielt Maßnahmen, um die Wiener:innen in diesen herausfordernden Zeiten bestmöglich zu unterstützen. Klimaschutz darf nicht zu Lasten einkommensschwacher Bevölkerungsgruppen gehen, sondern muss sozial gerecht sein. Wenn wir also von Weiterentwicklung und Energietransformation sprechen, dann nur Hand in Hand mit der Gesellschaft und den Menschen in dieser Stadt“, betonte der SPÖ-Klubvorsitzende Josef Taucher heute im Rahmen der Aktuellen Stunde im Wiener Gemeinderat und unterstrich damit einmal mehr den Standpunkt der Sozialdemokratie bei den Themen Klimaschutz und Antiteuerungsmaßnahmen.
Die Sozialdemokratie achte bei jedem Gesetzesentwurf darauf, dass vor allem einkommensschwache Gruppen berücksichtigt werden. So auch beim Erneuerbaren-Wärme-Gesetz (EWG), das dem Klubvorsitzenden ein besonderes Anliegen ist. Dazu Taucher: „Wir stehen für sozialen Klimaschutz. Wenn ein Wärmeversorger ein zentrales Heizsystem anbietet und sich zwischen Energielieferanten und Mieter:innen stellt, müssen Mieter:innen die Möglichkeit haben, die Energiepreise hinsichtlich ihrer Angemessenheit überprüfen zu dürfen. Uns Sozialdemokrat:innen geht es darum, sicherzustellen, dass Reiche keine Profite mit den Einnahmen machen können. Deshalb fordern wir die schwarz-grüne Bundesregierung auf, diesen einen Satz ins Erneuerbare-Wärme-Gesetz aufzunehmen, damit wir endlich weiterarbeiten können. Klimagesetze müssen sozial gerecht sein!“
Maßnahmen für ein leistbares, lebenswertes Wien
Um der Teuerung entgegenzuwirken, setze Wien eine Vielzahl an Maßnahmen. Taucher nannte in diesem Zusammenhang die Jahreskarte der Wiener Linien, mit der Nutzer:innen für einen Euro pro Tag 164 verschiedene Bim-, Bus-, und U-Bahn-Linien in Wien nutzen können. „Wir wollen, dass die Menschen in Wien öffentlich fahren, deshalb halten wir an diesem Top-Angebot fest. Damit gelingt uns die Mobilitätstransformation in Wien.“
Der Ausbau der Geothermie und die Nutzung von Tiefenwärme seien ein weiterer großer Meilenstein in Richtung Klimaneutralität und autarke Energieversorgung. Dazu Taucher: „Mit der Nutzung von Tiefengeothermie für die Wärmeversorgung verfolgen wir unseren Wiener Klimafahrplan konsequent weiter und machen unsere Stadt bis 2040 CO2-neutral. Dank dem Thermalwasservorkommen direkt unter der Stadt und dem gut ausgebauten Fernwärmenetz befinden wir uns auch im europäischen Vergleich in einer einzigartigen Ausgangslage, um Haushalte mit klimaneutraler Wärme versorgen zu können. Das Thermalwasservorkommen unter der Stadt ist so groß, dass bis 2030 bis zu 125.000 Wiener Haushalte mit Fernwärme aus Tiefengeothermie versorgt werden könnten.“
Auch die Großwärmepumpe am Standort der ebswien Kläranlage in Simmering, die künftig 112.000 Wiener Haushalte mit klimaneutraler umweltfreundlicher Wärme versorgen wird, ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Energietransformation. „Die Großwärmepumpe ist ein Vorzeigebeispiel für gelungene Kreislaufwirtschaft. Hier wird aus dem Abwasser klimafreundliche Wärme produziert, die als Strom und Wärme in unseren Haushalten landet. So funktioniert nachhaltige Energieversorgung und Klimapolitik für Wien für die nächsten einhundert Jahre – made in Vienna.
Der Öffi-Ausbau sei eine Erfolgsgeschichte und das größte Klimaprojekt in der Geschichte Wiens. „Mit dem Ausbau des Linienkreuzes U2xU5 bauen wir das Öffi-Angebot in der Stadt noch weiter aus. Pro Jahr sparen wir damit bis zu 75.000 Tonnen CO2 ein – das entspricht einer Umweltleistung eines Waldes mit 6 Millionen Bäumen, die 30 Jahre gewachsen sind. Die Baumanzahl entspricht einem Wald so groß wie die Fläche der Bezirke 1 bis 11 oder der gesamten Donaustadt. Das ist Klimaschutz, das sind die großen Räder, die wir in Bewegung setzen“, so Taucher weiter.
Taucher abschließend: „Alle Maßnahmen zusammengerechnet sparen 500.000 Tonnen CO2. Das sind die großen Hebel. So geht Energietransformation. So geht Wien.“
SPÖ Wien Rathausklub
Mag.a Daniela Mantarliewa
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