Straßenverkehr: Wiener fühlen sich sicher, sehen aber auch Risiken
Straßenverkehr: Wiener fühlen sich sicher, sehen aber auch Risiken
Der „Urban Road Safety Index 2023“ (URSI) von Cyclomedia analysiert Daten zur Verkehrssicherheit in Europa – darunter auch in der österreichischen Hauptstadt.
77 Prozent der Bewohner Wiens fühlen sich im Straßenverkehr ihrer Stadt sicher. Zu diesem Ergebnis kommt der Urban Road Safety Index (URSI) 2023* von Cyclomedia, einem weltweit führenden Anbieter von Geodaten-Technologie. Der URSI umfasst Daten aus 25 europäischen Städten. Wien landet in Sachen gefühlte Sicherheit auf Platz 6. Platz 1 geht an Tallinn, Estland und der letzte Platz an Istanbul, Türkei.
Elektromobilität als Sicherheitsrisiko
Als Sicherheitsrisiko betrachten viele Wiener (68 %) den Anstieg der Elektromobilität und sind sich damit mit den Einwohnern von Berlin einig (69 %). Insgesamt heben sich die österreichische Hauptstadt und Deutschland bei diesem Punkt stark von den anderen Ländern ab: Während die Bewohner der meisten europäischen Städte mehrheitlich zustimmen, dass es in ihrer Stadt mehr Ladepunkte für Elektroautos geben sollte, widerspricht der Großteil der Berliner (75 %), Leipziger (69 %), Düsseldorfer (63 %) und Wiener (56 %) dieser Aussage.
„Um die empfundene Verkehrssicherheit in den Städten zu erhöhen, müssen die Kommunen Anpassungen vornehmen und dabei die laufenden Entwicklungen in der Mobilität berücksichtigen. Das Aufkommen von Elektrofahrrädern und -rollern hat zu einer flexibleren Form der Mobilität geführt, die wiederum ein anderes Fahrverhalten zur Folge hat. Städte und Straßen sind dafür nicht überall gerüstet. Es ist wichtig, die Fahrspuren zu trennen und Kreuzungen übersichtlicher zu gestalten“, erklärt Thomas Homrighausen, Cyclomedia Deutschland GmbH.
Verantwortung der Städte für die Verkehrssicherheit
Die europäischen Kommunen spielen eine Schlüsselrolle bei der Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit und der Schaffung einer hochwertigen Infrastruktur. Während die Befragten im benachbarten Deutschland die Maßnahmen ihrer lokalen Behörden für unzureichend halten, sind 60 Prozent der Wiener der Meinung, dass ihre Stadt genug tut, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. Mehr als zwei Drittel (68 %) empfehlen ihre Stadt sogar, was die Sicherheit im Straßenverkehr betrifft, und 77 Prozent empfinden ein ausgeprägtes Gefühl von Sicherheit. Mehr als drei Viertel (89 %) meiden keine Straßen aus Angst vor Unfällen. Und nur 25 Prozent nehmen gelegentlich einen Umweg in Kauf, um gefährliche Kreuzungen in der Stadt nicht überqueren zu müssen – der niedrigste Wert von allen Städten. Bezüglich der Verbesserungsmaßnahmen sind die Ergebnisse dagegen ähnlich: 63 Prozent der Wiener sind von der Notwendigkeit einer besseren Trennung von Straße, Radweg und Straßenbahngleisen überzeugt (Berlin: 64 %, Leipzig: 59 %, Düsseldorf: 51 %).
Weitere Bereiche, in denen die Wiener Verbesserungspotenzial sehen, sind Radwege (41 %) und Straßenmarkierungen (30 %). Für Geschwindigkeitsbegrenzungen sprechen sich dagegen nur 19 Prozent und für ein Verbot von Autos im Stadtzentrum lediglich 17 Prozent aus. Mehr Bodenwellen auf den Straßen schätzen nur 11 Prozent als sicherheitsrelevant ein.
Ein erfreuliches Ergebnis des URSI: Die Österreicher haben sich offenbar an das Tragen von Fahrradhelmen gewöhnt: 73 Prozent der Wiener würden ihr Fahrrad im selben Maße nutzen, wenn eine Helmpflicht eingeführt würde.
*Die Umfrage Urban Roda Safety Index von Cyclomedia wurde von Multiscope in 25 europäischen Hauptstädten unter 7.515 Befragten durchgeführt. 915 stammen aus Deutschland (Berlin: 307, Düsseldorf: 303, Leipzig: 305).
Über Cyclomedia
Als weltweit führendes Unternehmen im Bereich der digitalen Visualisierung von Außenräumen liefert Cyclomedia seit mehr als vierzig Jahren umsetzbare Erkenntnisse durch genaue 360°-Visualisierungen auf Straßenebene. Auf Basis der KI-gesteuerten Analysen von Cyclomedia ist es möglich, eine bessere Welt für morgen zu schaffen. Wir entwickeln, bauen und betreiben die fortschrittlichsten „Mobile Mapping“-Systeme der Welt, die dicht besiedelte Stadtgebiete in Europa und Nordamerika visualisieren. Mit den zeitnahen und genauen Daten, die wir jedes Jahr sammeln, können Fachleute die Regierungen und Unternehmen dabei unterstützen, Städte grüner, zugänglicher, intelligenter und sicherer zu machen. www.cyclomedia.com/de
Cyclomedia
Julia Koch
Marketing Managerin Cyclomedia Deutschland GmbH
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