Graz: 2 erschöpfte, verletzte und gestresste Tierschützerinnen nach 24 Stunden Vollspalten

Graz: 2 erschöpfte, verletzte und gestresste Tierschützerinnen nach 24 Stunden Vollspalten

Die persönliche Erfahrung nach einem – wenn auch kurzen – Leben auf Vollspaltenboden: die beiden Frauen würden es keine Sekunde länger aushalten

Es ist leicht, mit einem Handstreich die Brutalität einer Haltungsform zu negieren, wenn man nie selbst dieser Haltungsform ausgesetzt war. 70 % der Mastrinder Österreichs müssen auf einem sogenannten Vollspaltenboden leben, das ist ein Betonboden, der durchgehend mit Spalten durchzogen ist. Und sie haben dabei erschreckend wenig Platz: bis 650 kg schweren Rindern auf Vollspaltenboden braucht man nicht mehr als 2 m x 1,35 m zuzubilligen. Wie ist das, wenn man ohne jede weiche Unterlage, wie Stroh, auf scharfkantigen Betonspalten liegen muss? Kann man da überhaupt schlafen? Schmerzen die Gelenke? Schürft man sich die Haut auf? Ja, ist die Antwort auf jede dieser Fragen. Das sagen die 2 Tierschützerinnen, die sich dem Vollspaltenboden und dem geringen Platzangebot für 24 Stunden ausgesetzt haben, um diese Haltungsform einmal aus Sicht der Rinder kennen zu lernen. Auf nur 0,9 m² Platz und auf echtem Rinder Vollspaltenboden mit 3,5 cm breiten, scharfkantigen Spalten, verbrachten Vivien und Laura einen Tag und eine Nacht mitten auf der Herrengasse. Das Resümee der erschöpften und verletzten beiden Frauen ist niederschmetternd.    

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