Übung „Schutzhelm 24“ – Bundesheer trainiert Drohnenabsturz und Brand mit gefährlichen Stoffen

Übung „Schutzhelm 24“ – Bundesheer trainiert Drohnenabsturz und Brand mit gefährlichen Stoffen

350 militärische und zivile Einsatzkräfte an Übung in Steinbach beteiligt

Am 15. Juni 2024 trainierte das Bundesheer in Steinbach gemeinsam mit zivilen Einsatzkräften bei der Übung „Schutzhelm 24“ den Einsatz mit einem unbemannten Luftfahrzeug. Zudem übten sie den Umgang mit einem Brand, bei dem gefährliche Stoffe austreten könnten: Nachdem eine Drohne über dichtbesiedeltem Gebiet abgestürzt ist, ist ein Feuer ausgebrochen. Der für Katastrophenschutz zuständige LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf machte sich vor Ort ein Bild der Übung: 350 militärische und zivile Einsatzkräfte waren beteiligt. Die Übung ist Teil der aktuell größten Bundesheer-Übung „Schutzschild 24“. Ziel war, die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte zu stärken.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: „Übungen wie diese zeigen, dass sich die Bevölkerung auf militärische und zivile Einsatzkräfte verlassen kann. Ihre kooperative Arbeit stärkt nicht nur das Vertrauen in ihre Fähigkeiten, sondern erhöht auch die Sicherheit für uns alle. Umso wichtiger ist es, dass wir diese Zusammenarbeit fördern, um im Ernstfall effektiv und schnell reagieren zu können. Es freut mich zu sehen, dass so viele Menschen bereit sind, Verantwortung für unsere Gesellschaft zu übernehmen. Daher möchte ich allen Beteiligten von Feuerwehr, Roten Kreuz, Zivilschutzverband, Land Niederösterreich und Bundesheer bedanken.“

„In der Vergangenheit hast sich in Katastrophenfällen immer gezeigt: Niederösterreich steht zusammen. Damit das im Ernstfall reibungslos funktionieren kann sind Übungen mit anderen Einsatzorganisationen wie dem Österreichischen Bundesheer, dem Roten Kreuz und auch dem Zivilschutzverband besonders wichtig. Mein Dank gilt der gesamten NÖ Sicherheitsfamilie, allen voran den engagierten Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Konkret ist ein unbekanntes Luftfahrzeug in den österreichischen Luftraum eingedrungen. Nachdem Abfangjäger in Zeltweg gestartet sind, ist das Luftfahrzeug im Gebiet Steinberg vom Radar verschwunden: Eine Drohne ist über dichtbesiedeltem Gebiet abgestürzt. Zivile Einsatzkräfte haben die Bergung und Rettung der Bevölkerung vorgenommen. Durch den Absturz ist ein Brand ausgebrochen, von dem die Gefahr ausging, dass gefährliche Stoffe austreten. Das ABC-Abwehrteam wurde zur Feststellung einer möglichen Kontamination und Dekontamination von Einsatzkräften angefordert. Beteiligt waren der Landesfeuerwehrverband Niederösterreich, das Rote Kreuz Niederösterreich sowie der Zivilschutzverband Niederösterreich.

Die Übung „Schutzschild 24“ ist die größte Bundesheer-Übung seit zehn Jahren. Der Fokus liegt auf der militärischen Landesverteidigung und dem gemeinsamen Training von Berufs-, und Milizsoldaten sowie Grundwehrdienern. Rund 7.500 Soldaten und Zivilbedienstete aus Deutschland, Schweden, Kroatien, Bosnien und Montenegro nehmen teil. Geübt wird von 10. bis 21. Juni 2024 im Burgenland, in Niederösterreich, in der Steiermark sowie in Kärnten. Zweck ist, die Einsatzbereitschaft und militärischen Kernaufgaben zum Planen und Führen eines Einsatzes von Land-, Luft- und Spezialeinsatzkräften zu stärken. 

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