Königsberger-Ludwig und Sidl: Gentechnik braucht Kontrolle, Kennzeichnung und Wahlfreiheit

Königsberger-Ludwig und Sidl: Gentechnik braucht Kontrolle, Kennzeichnung und Wahlfreiheit

Gemeinsamer Appell gegen Deregulierung bei neuen Gentechnikverfahren – Königsberger-Ludwig: „Geht nicht um Wissenschaftsfeindlichkeit – sondern um Verantwortung“

Seit dem 6. Mai laufen in Brüssel die Trilog-Verhandlungen zur EU-weiten Regelung sogenannter neuer genomischer Techniken (NGT). Für Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig und SPÖ-EU-Abgeordneten Günther Sidl ist klar: Die geplante Deregulierung gefährdet zentrale Standards im Konsument*innenschutz und untergräbt das Vorsorgeprinzip. ****

„Gentechnik – das klingt oft nach Science-Fiction. Aber es geht um ganz reale Veränderungen auf unseren Feldern und Tellern“, betont Staatssekretärin Königsberger-Ludwig. Der Vorschlag der EU-Kommission sieht vor, dass bestimmte Produkte neuer Gentechnikverfahren künftig ohne Risikoprüfung, ohne Zulassungsverfahren und ohne Kennzeichnung in den Handel kommen könnten. „Gentechnik muss sichtbar bleiben! Schließlich haben die Menschen ein Recht darauf zu wissen, ob in ihrem Essen gentechnisch veränderte Pflanzen stecken“, ergänzt EU-Abgeordneter Sidl.

Staatssekretärin Königsberger-Ludwig stellt klar: „Es geht hier nicht um Wissenschaftsfeindlichkeit – sondern um Verantwortung. Wer für sichere und transparente Lebensmittel eintritt, muss auch bei neuen Technologien klare Regeln verlangen.“

Eine Gentechnik ohne Kennzeichnungspflicht ist ein direkter Angriff auf das Prinzip der informierten Konsumentscheidung. Daher fordern Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig und SPÖ-EU-Abgeordneter Günther Sidl eine verpflichtende Kennzeichnung für alle Produkte, die mithilfe neuer genomischer Techniken hergestellt wurden – denn nur wer informiert ist, kann auch bewusst entscheiden. Darüber hinaus braucht es eine umfassende Risikobewertung, bevor solche Produkte auf den Markt gelangen, um Umwelt- und Gesundheitsgefahren frühzeitig auszuschließen. Und schließlich setzen sich Königsberger-Ludwig und Sidl für ein Opt-Out-Recht ein, das es Mitgliedsstaaten wie Österreich ermöglicht, auch künftig gentechnikfrei zu bleiben.

„Wir wollen keine Deregulierung durch die Hintertür. Was wir brauchen, ist ein starkes, transparentes Regelwerk, das Sicherheit gibt – für Konsument*innen, Produzent*innen und die Umwelt“, so das gemeinsame Fazit. Österreich stehe für eine verantwortungsvolle Gentechnik-Politik, die Wahlfreiheit garantiert und das Vertrauen der Menschen schützt. (Schluss) bj

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