AIT: Fundierte Datenbasis für die Energiewende

AIT: Fundierte Datenbasis für die Energiewende

Studie zeigt bis 2030 bzw. 2040 realisierbare Potenziale erneuerbarer Energien

Das AIT Austrian Institute of Technology hat gemeinsam mit führenden Forschungspartnern eine der bislang umfassendsten Analysen zu den erneuerbaren Energiepotenzialen in Österreich vorgelegt. Die im Auftrag des Klima- und Energiefonds durchgeführte Studie liefert eine methodisch konsistente und räumlich hochaufgelöste Bewertung bis auf Gemeindeebene und stellt damit eine zentrale wissenschaftliche Grundlage für strategische Entscheidungen in Energiepolitik, Infrastrukturplanung und Wirtschaft dar.

SYSTEMISCHE PERSPEKTIVE ALS ZENTRALER MEHRWERT DER STUDIE

„Mit dieser Studie haben wir erstmals gezeigt, welches konkrete Potenzial erneuerbare Energien in Österreich haben – und zwar nach einer einheitlichen Methode und sehr detailliert bis auf regionale Ebene“, sagt Gustav Resch, Projektleiter und Thematischer Koordinator am AIT. „Wichtig ist dabei nicht nur, was technisch möglich ist. Entscheidend ist auch, unter welchen Voraussetzungen diese Energien tatsächlich genutzt werden können – etwa in Bezug auf Infrastruktur, rechtliche Rahmenbedingungen und die Akzeptanz in der Gesellschaft.“

AIT-EXPERTISE IN ENERGIESYSTEMANALYSE UND INFRASTRUKTURINTEGRATION

Das AIT brachte insbesondere seine Expertise in den Bereichen Energiesystemmodellierung, Infrastrukturplanung und integrierte Szenarienanalyse ein. Die Studie berücksichtigt Wechselwirkungen zwischen Strom-, Wärme- und Energiesektoren sowie unterschiedliche Entwicklungspfade („Low“, „Medium“, „High“), die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen widerspiegeln.

„Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass eine nahezu vollständige Versorgung mit erneuerbarer Energie bis 2040 technisch möglich ist – vorausgesetzt, der Ausbau erfolgt koordiniert und systemisch integriert“, so Resch. „Insbesondere die Kopplung von Gebäuden, Energieinfrastruktur und regionalen Ressourcen ist ein entscheidender Erfolgsfaktor.“

DIGITALE ENTSCHEIDUNGSGRUNDLAGE FÜR POLITIK UND PRAXIS

Ein wesentliches Ergebnis der Studie ist die öffentlich zugängliche Web-GIS-Plattform (https://gtif-austria.info/), die vom AIT maßgeblich mitentwickelt wurde. Sie ermöglicht eine detaillierte räumlich aufgelöste Visualisierung der Potenziale, im Regelfall bis auf Gemeindeebene, und unterstützt damit evidenzbasierte Entscheidungen in Raumplanung, Energieversorgung und Investitionsstrategien.

FORSCHUNG ALS ENABLER DER TRANSFORMATION

Die Studie unterstreicht die Rolle angewandter Forschung als Brücke zwischen technologischer Innovation und gesellschaftlicher Umsetzung. Das AIT sieht darin einen klaren Auftrag: wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlagen bereitzustellen und Transformationsprozesse aktiv zu begleiten.

DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE: https://gtif-austria.info/

ZUR STUDIE: https://www.ait.ac.at/themen/energieszenarien-und-energiesystemplanung/projekte/erneuerbare-energiepotenziale-in-oesterreich-2030-2040

ÜBER DIE STUDIE

Die Studie „Erneuerbare Energiepotenziale in Österreich für 2030 und 2040“ wurde unter der Leitung des AIT Austrian Institute of Technology gemeinsam mit dem Umweltbundesamt, der TU Wien, AEE INTEC und der Energiewerkstatt im Auftrag des Klima- und Energiefonds durchgeführt. Ziel war es, eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Energiepolitik, Raumplanung und Investitionen zu schaffen. Sie analysiert sieben Technologiefelder sowie die zukünftige Energienachfrage und liefert eine umfassende Bewertung technischer und realisierbarer Potenziale. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse in einer öffentlich zugänglichen Web-GIS-Plattform aufbereitet, die eine transparente Darstellung der Potenziale bis auf Gemeindeebene ermöglicht und somit eine solide Basis für weiterführende Analysen darstellt. Weblink: https://gtif-austria.info/

ÜBER DAS AIT

Mag. Florian Hainz, BA
AIT Communication
AIT Austrian Institute of Technology
T +43 (0)50550-4518
florian.hainz@ait.ac.at I http://www.ait.ac.at

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