Kirche begrüßt geplante Ausweitung des Ethikunterrichts

Kirche begrüßt geplante Ausweitung des Ethikunterrichts

Katholische Schulverantwortliche Pinz: Volle Unterstützung für Vorhaben von Bildungsminister Wiederkehr – Konkrete Vorschläge für zügige und qualitätsvolle Umsetzung eines bewährte

Die Katholische Kirche hat die Pläne von Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) zur Ausweitung des Ethikunterrichts begrüßt. Wörtlich heißt es im vom Bildungsminister am Dienstag vorgestellten „Plan Zukunft“ dazu: „Für Schülerinnen und Schüler ohne religiöses Bekenntnis und jene, die sich vom Religionsunterricht abmelden, soll, nach dem Vorbild der Oberstufe, das Schulfach Ethik eingeführt werden.“ Volle Unterstützung für dieses Vorhaben kommt von Andrea Pinz, Leiterin des Schulamts der Erzdiözese Wien: „Für die Katholische Kirche ist die geplante Einführung des Ethikunterrichts für die 10- bis 14-Jährigen, die keinen Religionsunterricht besuchen, eine sehr sinnvolle Ausweitung eines bewährten Modells“, betonte Pinz gegenüber Kathpress.

Als geschäftsführende Vorsitzende der Konferenz der Schulamtsleiterinnen und Schulamtsleiter der österreichischen Erzdiözesen und Diözesen (SALK) skizzierte Pinz einige „wichtige Punkte für eine zügige und qualitätsvolle Umsetzung des Projekts“, das ab dem Schuljahr 2029/30 starten soll.

So brauche es als ersten Schritt eine entsprechende Pilotierungsphase, verbunden mit einer wissenschaftlich gestützten Evaluierung. Auch sollte möglichst bald eine Ausbildung für künftige Ethik-Lehrende, vor allem im Mittelschulbereich, konzipiert werden. Diese könnte etwa in Form von berufsbegleitenden Hochschullehrgängen an Pädagogischen Hochschulen (PH) bzw. Kirchlich Pädagogischen Hochschulen (KPH) stattfinden. Zudem müsse noch ein für die Altersstufe entsprechender Lehrplan erarbeitet werden, der die Forschungsergebnisse anderer europäischer Länder wie beispielsweise Deutschland, aber auch einzelne schulautonome Erfahrungen in Österreich berücksichtigt.

Insgesamt sollten die organisatorischen Rahmenbedingungen für Ethik in der Sekundarstufe 1 gleich sein wie jetzt in der Sekundarstufe 2 und eine konstruktive Zusammenarbeit von Ethik und Religion befürwortet und an den Standorten angeregt werden, führte die katholische Schulverantwortliche weiter aus. Dazu gehöre auch, dass Religionslehrerinnen und Religionslehrer mit entsprechender Zusatzausbildung im Ethikunterricht eingesetzt werden können.

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