Prammer/Disoski: Frauenhass ist Extremismus
Prammer/Disoski: Frauenhass ist Extremismus
Nach Nationalratsbeschluss ist Innenministerium gefordert die Verbindungen zwischen Frauenhass und Extremismus zu untersuchen
„Frauenhass wird zunehmend gewaltbereiter und radikaler. Der Hass auf Frauen ist ein Sicherheitsrisiko für den Staat und unsere Demokratie. Misogyne Gewalt und ihre Verherrlichung sind der gemeinsame Nenner radikaler, rechtsextremer und islamistischer Kreise. Sie finden mitten in der Gesellschaft statt, wo ,Männerrechte-Aktivisten‘, ,Pick-Up-Artists‘ und ,Incels‘ radikale, antifeministische Narrative verbreiten und so extremistische Radikalisierungen befeuern. Die Folgen sind Hasspostings, Femizide oder Terrorangriffe – wie den, zum Glück verhinderten, Terrorangriff auf das Taylor Swift Konzert in Wien – je nachdem, wohin die Saat fällt“, gebrüßt Agnes Prammer, Sicherheitssprecherin der Grünen, den heutigen Beschluss im Nationalrat, Frauenhass als extremistisches Phänomen zu untersuchen.
„Frauenhass ist im Netz längst Alltag. Es reichen wenige Klicks, um täuschend echte Deepfakes von Frauen zu erstellen – Bilder und Videos, die gezielt eingesetzt werden, um zu demütigen, zu erpressen und öffentlich zu zerstören. Wir sehen eine neue Dimension digitaler Gewalt: KI-Tools, die massenhaft sexualisierte Inhalte generieren. Online-Foren, in denen sexualisierte Gewalt verherrlicht und geteilt wird. Betroffene, die dieser Dynamik oft schutzlos ausgeliefert sind. Und während diese Entwicklung immer dramatischer wird, wird bei jenen gespart, die helfen: Dass ausgerechnet jetzt die Förderungen für ZARA – die einzige spezialisierte Beratungsstelle für Hass im Netz – gekürzt werden, ist nicht nachvollziehbar und politisch verantwortungslos. Wer Frauenhass ernsthaft bekämpfen will, darf bei digitaler und KI-generierter Gewalt nicht wegsehen. Es braucht Schutz für Betroffene, klare Regeln für Plattformen und gezielte Unterstützung – nicht Kürzungen“, betont Meri Disoski, Frauensprecherin der Grünen.
„Ich freue mich sehr, dass wir auf Initiative der Grünen hin überparteilich beschlossen haben, gewaltbereiten Frauenhass als Sicherheitsrisiko und als Gefahr für die Demokratie ernst zu nehmen. Denn er richtet sich nicht nur gegen einzelne Frauen, sondern führt auch dazu, dass Frauen eingeschüchtert werden und sich aus dem öffentlichen Diskurs zurückziehen. Jetzt ist das Innenministerium gefordert, die Zusammenhänge zwischen Frauenhass und Extremismus zu untersuchen“, erläutert Prammer den Nationalratsbeschluss.
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