Weltbienentag: Bienen sichern Bestäubung, Ernährung und lebendige Kulturlandschaften

Weltbienentag: Bienen sichern Bestäubung, Ernährung und lebendige Kulturlandschaften

Biene Österreich macht zum Weltbienentag am 20. Mai auf die zentrale Bedeutung von Honigbienen, Wildbienen und regionaler Imkerei aufmerksam.

Am 20. Mai wird weltweit der Weltbienentag begangen. Die Vereinten Nationen haben diesen Tag ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung von Bienen und anderen Bestäubern für Biodiversität, Landwirtschaft und Ernährungssicherung aufmerksam zu machen. Das Datum erinnert an den slowenischen Imker Anton Janša, der am 20. Mai 1734 geboren wurde und als Pionier der modernen Imkerei gilt.

Bienen zählen zu den wichtigsten Bestäubern unserer Kultur- und Naturlandschaft. Besonders die Honigbiene übernimmt durch die Betreuung der Imkerinnen und Imker eine zentrale Rolle bei der Bestäubung zahlreicher Nutzpflanzen, Obstkulturen und Feldfrüchte. Ohne diese Bestäubungsleistung wären Ertrag, Qualität und Vielfalt vieler Lebensmittel deutlich geringer.

„Die Honigbiene ist weit mehr als eine Honiglieferantin. Sie ist ein Schlüsselfaktor für regionale Lebensmittelproduktion, funktionierende Landwirtschaft und lebendige Kulturlandschaften“, sagt Wolfgang Pointecker, Obmann von Biene Österreich. „Mit ihrer Arbeit leisten Österreichs Imkerinnen und Imker einen Beitrag, der weit über die Honigproduktion hinausgeht“, betont Ing. Reinhard Hetzenauer, Obmann Stellvertreter von Biene Österreich.

Der volkswirtschaftliche Nutzen der Bestäubung wird in Österreich auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag pro Jahr geschätzt. Mit jedem Glas heimischen Honig unterstützen Konsumentinnen und Konsumenten daher nicht nur regionale Imkereien, sondern auch die flächendeckende Bestäubung unserer Kultur- und Wildpflanzen.

Honigbienen und Wildbienen erfüllen dabei unterschiedliche, einander ergänzende Funktionen. Während betreute Honigbienenvölker eine verlässliche Bestäubungsleistung in der Fläche ermöglichen, tragen Wildbienen, Hummeln und andere Insekten mit ihrer Vielfalt und Spezialisierung wesentlich zur ökologischen Stabilität naturnaher Lebensräume bei. Entscheidend sind daher strukturreiche Landschaften, vielfältige Blühangebote und Lebensräume, die allen Bestäubern zugutekommen.

Imkerinnen und Imker leisten somit einen unverzichtbaren Beitrag zur Vielfalt unserer heimischen Lebensräume sowie zur heimischen Versorgungssicherheit. Ebenso gehört der Erhalt traditioneller Nutztierrassen zu dieser Verantwortung – etwa der Carnica-Biene oder der Dunklen Biene, einer alten heimischen Bienenrasse des Alpenraums.

BIENE ÖSTERREICH RUFT DAHER ZUM WELTBIENENTAG AUF, IM ALLTAG KONKRETE BEITRÄGE ZUM BIENENSCHUTZ ZU LEISTEN:

* heimische, ungefüllte Blühpflanzen im Garten, am Balkon und auf öffentlichen Flächen setzen;
* gefüllte Zierpflanzen mit geringem Nektar- und Pollenangebot vermeiden;
* durchgehende Blühangebote vom Frühjahr bis in den Herbst schaffen;
* Wiesen, Hecken, Ackerränder und Kleinstrukturen als Lebensräume erhalten;
* regionalen Honig aus heimischer Herkunft kaufen.

Der Weltbienentag erinnert daran, dass Bienen weit mehr sind als Honiglieferanten. Sie sichern Bestäubung, stärken regionale Wertschöpfung und sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Ernährung, unserer Landwirtschaft und unserer Kultur- und Naturlandschaft.

Biene Österreich Imkereidachverband
Dipl.-Ing. Gabriele Eder
Telefon: +436765718022
E-Mail: office@biene-oesterreich.at
Website: https://www.biene-oesterreich.at/

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