Zehetner zur Inflation: Energiepolitik der Bundesregierung dämpft Teuerung spürbar
Zehetner zur Inflation: Energiepolitik der Bundesregierung dämpft Teuerung spürbar
Energie-Staatssekretärin verweist auf sinkende Strompreise, Entlastungsmaßnahmen und internationale Preisschocks bei Treibstoffen und Heizöl
Die von Statistik Austria veröffentlichte Inflationsrate für April 2026 zeigt eine Teuerung von 3,4 Prozent im Jahresvergleich. Damit liegt die Inflation weiterhin über einem zufriedenstellenden Niveau. Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner betont, dass diese Entwicklung ernst zu nehmen sei, verweist aber zugleich auf die Ursachen und auf die preisdämpfenden Maßnahmen der Bundesregierung._ „Eine Inflationsrate von 3,4 Prozent kann niemanden zufriedenstellen. Bei aller Kritik muss man aber auch klar sagen: Wir haben es mit einer ‚Trumpflation‘ zu tun, ein wesentlicher Teil dieser Entwicklung kommt von außen. Der Iran-Konflikt, Unsicherheiten auf den internationalen Energiemärkten und damit verbunden gestiegene Treibstoff- und Heizölpreise schlagen sich direkt in der Inflation nieder“_, sagt Zehetner.
Laut Statistik Austria sind gestiegene Treibstoff- und Heizölpreise für rund einen Prozentpunkt der Inflation verantwortlich. Damit geht knapp ein Drittel der Teuerung auf diesen Bereich zurück. „Die internationalen Preise können wir nicht per Knopfdruck ausschalten. Aber wir können verhindern, dass sie noch stärker auf die Menschen durchschlagen. Unser Kurs als Bundesregierung ist klar: Wir wollen Österreich Schritt für Schritt zurück auf den Kurs 2 Prozent Inflation und mindestens 1 Pro-zent Wachstum bringen. Die Spritpreisbremse, die Entlastungen beim Strom und die gezielten Maß-nahmen für Haushalte wirken. Sie lösen nicht jedes Problem, aber sie verhindern, dass die Entwicklung noch dramatischer ausfällt“, so Zehetner.
STROMPREISE SINKEN UND DÄMPFEN DIE INFLATION
Besonders deutlich zeigt sich die preisdämpfende Wirkung im Strombereich. Strom verbilligte sich im April merklich um 10,2 Prozent und wirkte damit inflationsdämpfend. Dazu tragen insbesondere die seit Jänner 2026 wirksamen Reduzierungen der Elektrizitätsabgabe sowie des Erneuerbaren-Förderbeitrags bei. Ab April kommen weitere Effekte hinzu, darunter der Sozialtarif für von der ORF-Gebühr befreite Haushalte sowie der Sommer-Netztarif, der bis inklusive September in der Zeit von 11.00 bis 16.00 Uhr ein um 20 Prozent reduziertes Netzentgelt vorsieht. „Beim Strom sehen wir, dass gezielte Politik wirkt. Die Preise sind im April deutlich gesunken und haben die Inflation messbar gedämpft. Das ist kein Zufall, sondern Ergebnis konkreter Entscheidungen: weniger Abgaben, weniger Belastung durch Förderbeiträge, ein Sozialtarif für besonders betroffene Haushalte und ein Sommer-Netztarif, der günstige Stromzeiten besser nutzbar macht“, betont Zehetner.
PROGNOSEN ÜBER STEIGENDE STROMPREISE NICHT EINGETRETEN
Die Staatssekretärin erinnert daran, dass noch im Vorjahr vielfach behauptet worden sei, Strom werde für die Menschen nicht günstiger werden. Diese Prognosen seien nicht eingetreten. „Noch vor einem Jahr haben viele vorhergesagt, dass Strom nicht günstiger wird. Dank unseren politischen Maßnahmen sind diese Prophezeiungen nicht eingetreten. Auch deshalb, weil wir mit dem Elektrizitätswirtschaftsgesetz die richtigen Weichen gestellt haben. Wir bringen mehr Transparenz, mehr Wettbewerb und mehr Entlastung in das System. Entscheidend ist, dass sinkende Großhandelspreise auch bei den Kundinnen und Kunden ankommen“, sagt Zehetner.
EABG: WENIGER ABHÄNGIGKEIT IST DIE BESTE INFLATIONSVORSORGE
Gleichzeitig mahnt Zehetner, die Inflationsentwicklung nicht isoliert zu betrachten. Österreich stehe wie andere europäische Länder unter dem Eindruck internationaler Energiepreisschwankungen. Umso wichtiger sei eine Politik, die kurzfristig entlastet und langfristig die Abhängigkeit von fossilen Importen reduziert. „Die beste Inflationsvorsorge im Energiebereich ist weniger Abhängigkeit. Das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) liegt bereit, jetzt braucht es einen energiepolitischen Schulterschluss für mehr Unabhängigkeit. Jede Kilowattstunde heimischer erneuerbarer Energie, jedes stärkere Netz, jeder Speicher und jede Effizienzmaßnahme machen uns unabhängiger von internationalen Preisschocks. Deshalb ist Versorgungssicherheit, leistbare Energie und der Ausbau der Energieinfrastruktur konkrete Standort- und Sozialpolitik“, so Zehetner.
Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus
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