Das war der 126. Concordia Ball

Das war der 126. Concordia Ball

Am 22. Mai feierte der Presseclub Concordia ein strahlendes Fest für den freien Journalismus

Wiens schönster Sommerball hat am Freitagabend wieder ein starkes und selbstbewusstes Zeichen für den freien Journalismus und gesellschaftlichen Dialog gesetzt. Als analoger Kontrapunkt zum digitalen Dauerrauschen lud der 126. Concordia Ball zu einer Nacht voller musikalischer Höhepunkte, beschwingter Tanzfreude und lebendiger Balltradition im strahlenden Glanz des Wiener Rathauses.

„Unabhängiger Journalismus ist leider keine Selbstverständlichkeit. Aber er ist die unumstößliche Grundlage für eine funktionierende Demokratie“, betonte Petra Stuiber, Vizepräsidentin des Presseclub Concordia und stellvertretende Chefredakteurin von _Der Standard._ „In der digitalen Informationsflut, in der nicht immer klar zwischen Fakt und Fake unterschieden wird, ist es wichtiger denn je, für Pressefreiheit und unabhängigen Journalismus einzustehen. Am Concordia Ball wird dieses zentrale Element unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens sichtbar gemacht und gefeiert.“

„Der Concordia Ball pflegt seit 163 Jahren die Tradition und steht gleichzeitig für liberale demokratische Werte. Es ist der perfekte Rahmen, um unterschiedliche Perspektiven und Positionen zusammenzubringen und eine vielfältige Dialog- und Diskussionskultur zu feiern“, so Daniela Kraus, Generalsekretärin des Presseclub Concordia.

Seit seiner Gründung im Jahr 1863 ist der Ball eine Benefizveranstaltung, deren Einnahmen die Arbeit der Concordia für den freien Journalismus unterstützen. Auch heuer kommen sie dem Rechtsdienst Journalismus zugute, der Journalist:innen juristisch unterstützt, damit sie sich auf ihren Auftrag konzentrieren können: Die Vermittlung und Einordnung von korrekten, kritischen und glaubwürdigen Informationen als Grundlage der demokratischen Debatte.

Traditionell kommentieren die Ballspenden des Concordia Balls – viele davon heute begehrte Sammlerstücke – das Zeitgeschehen. Heuer wurde diese Tradition gemeinsam mit dem Satiremedium _Die Tagespresse_ fortgeführt: Mit Witz, Schärfe und analytischem Blick hält das Onlinemedium der Gegenwart einen Spiegel vor. „In Zeiten von KI-Fakes und Propaganda erinnert uns Satirejournalismus daran, wie wichtig kritisches Denken, Medienkompetenz und der offene gesellschaftliche Austausch sind – Werte, die auch der Presseclub Concordia vertritt,“ so Daniela Kraus über die diesjährige Ballspende, hochwertig und nachhaltig gedruckt von der Gutenberg Werbering GmbH.

KÜNSTLERISCHE STATEMENTS FÜR DEN GESELLSCHAFTLICHEN DISKURS

Die Wiener Künstlerin Simone Bernert gestaltete wieder den handgefertigten Kopfschmuck der Debütantinnen als Beitrag zum analogen Diskurs: Die Motive, fantasievolle Tiermischwesen, entstanden mit Unterstützung von KI und wurden dann von der Künstlerin weiterentwickelt und mit zutiefst menschlichen Begriffen wie „Fantasie“, „Empathie“ oder „Humor“ kontrastiert. Sie sollen daran erinnern, dass Technologie kreative Prozesse ergänzen, aber Fantasie und Lebendigkeit nicht ersetzen kann.

„Es ist jedes Jahr aufs Neue beeindruckend zu erleben, mit wie viel Offenheit, Tanzbegeisterung und Wertschätzung für die Anliegen der Concordia unsere Gäste den Abend mittragen. Genau diese Vielfalt hat die Ballnacht wieder zu etwas ganz Besonderem gemacht“, zeigt sich Ballmeisterin Deborah Grumberg mit der Ballnacht sichtlich zufrieden.

Eröffnet wurde der 126. Concordia Ball im Festsaal des Rathauses ganz im Zeichen der Wiener Balltradition: Das Komitee der Jungdamen und Jungherren tanzte zum „Accelerationen-Walzer“ von Johann Strauss (Sohn). Für die choreografische Umsetzung zeichneten sich erneut die Tanzmeister:innen Chris Lachmuth und Sonja Hofstätter verantwortlich. Moderiert wurde die Eröffnungs-Zeremonie von ORF III-Chefredakteurin Lou Lorenz-Dittlbacher

Auch die Wiener Comedian Harmonists präsentierten mit ihrer Eröffnungseinlage ein Musikstück von Johann Strauss (Sohn): Mit seinem einer utopischen Maschine gewidmeten „Perpetuum mobile“ schuf der Wiener Komponist einen genialen musikalischen Scherz, der mit der Idee eines ewig laufenden Musikstücks spielt. Offiziell eröffnet wurde der Ball schließlich mit dem „Morgenblätter-Walzer“, den Strauss wie viele seiner Widmungswerke für den Concordia Ball komponiert und dort auch uraufgeführt hatte.

Zu den Gästen des Concordia Balles 2026 zählten die Vizebürgermeisterinnen der Stadt Wien Barbara Novak und Bettina Emmerling, Botschafter Jan Braathu (OSZE-Beauftragter für Medienfreiheit), Anna Thalhammer (Chefredakteurin Profil), Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung), Stefan Apfl (Digitalverleger Hashtag.jetzt), Ingrid Brodnig (Digitalexpertin, Journalistin und Autorin), Edgar Weinzettl (Landesdirektor des ORF Wien), Meret Baumann (NZZ-Korrenspondentin und Präsidentin des Verbands der Auslandspresse), Walter Hämmerle (Kleine Zeitung) die Künstler:innen Alma Deutscher, Doron Rabinovici, Simone Bernert, Robert Menasse und Harald Sicheritz. Aus der Concordia waren neben Generalsekretärin Daniela Kraus und den Präsidiums-Mitgliedern Petra Stuiber (stv. Chefredakteurin Der Standard), Katharina Schell (stv. Chefredakteurin APA), Helmut Spudich (everythingmedia.eu) und Wolfgang Sablatnig (Präsident des Presserats und Korrespondent Tiroler Tageszeitung) auch die Vorstandsmitglieder Dieter Bornemann (ORF Redaktionssprecher), Eva Linsinger (Sendungsverantwortliche ORF-Magazin Report) und Florian Skrabal (Dossier Herausgeber und Geschäftsführer) vertreten.

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Pressekontakt
Valerie Besl
Telefon: +43 664 833 92 66
E-Mail: valerie.besl@vielseitig.co.at

Kontakt Concordia Ball
Deborah Grumberg
Concordia Ballmeisterin
office@grumberg.eu

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