Umgang mit Desinformation: Zwischen Problembewusstsein und Kompetenzlücken
Umgang mit Desinformation: Zwischen Problembewusstsein und Kompetenzlücken
Studie „Digital Skills Austria IV“ analysiert digitale Kompetenzen der Online-Bevölkerung
DIGITALE KOMPETENZEN sind längst eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche und politische Teilhabe. Doch wie gut sind die Österreicherinnen und Österreicher tatsächlich für den Umgang mit den Chancen und Risiken des digitalen Raums gerüstet? Und wie gewappnet oder empfänglich sind sie für DESINFORMATION? Antworten liefert die aktuelle Studie „Digital Skills Austria IV“(2026), die bereits zum vierten Mal im Auftrag des Kompetenzzentrums des Fachbereichs Medien der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR MEDIEN) von einem Forschungsteam der Universitäten Salzburg und Linz durchgeführt wurde.
In einer Schwerpunkt-Untersuchung widmet sich die Studie heuer der demokratiepolitisch bedeutenden Frage, wie ausgeprägt das Problembewusstsein der Bevölkerung für Desinformation ist und in welchem Verhältnis die Selbsteinschätzung der Befragten, Desinformation zu erkennen, zu ihren tatsächlichen, diesbezüglichen Fähigkeiten steht.
Nach einer Einführung durch AO. UNIV.-PROF. DR. THOMAS STEINMAURER (Uni Salzburg), gaben die Studienautor:innen MMAG. MANUELA GRÜNANGERL (Uni Salzburg) und MAG. DR. DIMITRI PRANDNER (Uni Linz) am 26. Mai 2026 bei der RTR Medien in Wien einen umfassenden Einblick in zentrale Ergebnisse zum digitalen Kompetenzstand der österreichischen Bevölkerung.
Die Studie zeichnet ein differenziertes Bild: Zwar ist das Problembewusstsein für Desinformation in Österreich hoch, gleichzeitig verfügen viele Menschen nur über durchschnittliche Fähigkeiten, um mit Falsch- und Desinformation effektiv umzugehen und lassen sich in ihrem Urteil oft von eigenen Einstellungen zu den jeweiligen Themen leiten. Diese Diskrepanz stellte eine zunehmende Herausforderung für demokratische Prozesse dar.
„Die Fähigkeit, Desinformation zu erkennen, ist weniger eine Frage individueller Eigenschaften als vielmehr ein Zusammenspiel aus Kompetenzen, Vertrauen und Informationsumgebung“, betonte RTR MEDIEN-GESCHÄFTSFÜHRER MAG. WOLFGANG STRUBER. „Entsprechend müssen zukünftige Maßnahmen auf diese Systemebenen abzielen.“
Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass eine aktive Nutzung digitaler Angebote nicht automatisch mit ausreichendem Wissen oder Problemlösungskompetenzen einhergeht. Besonders relevant ist dabei, dass fehlende digitale Kompetenzen nicht in jedem Fall unmittelbar problematisch sind – jedoch bestimmte Bevölkerungsgruppen einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, wenn Nutzung und Fähigkeiten auseinanderklaffen. Neben der jährlichen Erhebung zur Topographie digitaler Fähigkeiten in Österreich und der Untersuchung zum Umgang mit Desinformation, wurde die Studie Digital Skills Austria IV zudem um einen VERGLEICH ANERKANNTER METHODEN ZUR MESSUNG DIGITALER KOMPETENZEN erweitert.
Die Präsentation bot damit nicht nur eine fundierte Bestandsaufnahme, sondern lieferte auch wichtige Impulse für Medienpolitik, Bildung und gesellschaftliche Debatten rund um digitale Teilhabe.
Die Studie „Digital Skills Austria IV“ (2026) wurde im Auftrag der RTR Medien und erstmals unter Beteiligung der OeAD GmbH (ÖSTERREICHISCHE AGENTUR FÜR BILDUNG UND INTERNATIONALISIERUNG), Geschäftsstelle Digitale Kompetenzen, durchgeführt und kann auf der Website der RTR unter https://www.rtr.at/DigitalSkillsIV abgerufen werden.
ÜBER DIE RTR MEDIEN
Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH
Andreas Kunigk
Telefon: +43 1 58058 168
E-Mail: andreas.kunigk@rtr.at
Website: https://www.rtr.at/Medien
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender