Ferienbetreuung in Niederösterreich

Ferienbetreuung in Niederösterreich

LR Teschl-Hofmeister: „Ungefähr 75 Prozent der Gemeinden werden ein Angebot für schulpflichtige Kinder anbieten“

Am 3. Juli starten Niederösterreichs Schülerinnen und Schüler in die Sommerferien. Während sich Kinder und Jugendliche auf neun unbeschwerte Ferienwochen freuen, stehen viele berufstätige Eltern und Erziehungsberechtigte vor der Herausforderung, die Betreuung ihrer schulpflichtigen Kinder zu organisieren. Um bedarfsgerechte Ferienbetreuungsangebote zu schaffen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, arbeiten das Land Niederösterreich und die Gemeinden eng zusammen. Zunehmend wichtiger werden dabei auch Gemeindekooperationen. Um Familien und Gemeinden bestmöglich zu unterstützen, hat das Land Niederösterreich auch heuer wieder ein umfassendes Paket geschnürt. Dazu informierten Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Barbara Trettler, Geschäftsführerin der Familienland Niederösterreich GmbH, und Bürgermeisterin Barbara Kainz am heutigen Montag im Rahmen einer Pressekonferenz in der Volksschule in Pöchlarn.

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister betonte die Entlastung der Familien als klares Ziel der NÖ Kinderbetreuungsoffensive und führte aus, dass im Rahmen dieser die Schließtage von Kindergärten in den Sommerferien von drei Wochen auf eine Woche reduziert und die kostenlose institutionelle Kinderbetreuung am Vormittag im Kindergarten auch auf Kleinkinder in Tagesbetreuungseinrichtungen ausgeweitet worden seien. „Wir ziehen an einem ganz eindeutigen Strang“, sagte die Landesrätin „Danke an die Gemeinden“. Erfreulich sei, dass die Gemeinden zunehmend stärker miteinander kooperieren, was die Ferienbetreuung betreffe. Als Argumente, die für Gemeindekooperationen sprechen, nannte Teschl-Hofmeister die finanzielle Entlastung insbesondere kleinerer Gemeinden, die effizientere Nutzung von Personal, Infrastruktur und Ressourcen, die höhere Auslastung der Ferienbetreuungsangebote, die Steigerung der Standort- und Wohnattraktivität der Gemeinden und die Stärkung der regionalen Zusammenarbeit. Vorteile für Eltern und Erziehungsberechtigte seien durchgängigere Betreuungsangebote, mehr Planungssicherheit während der Sommerferien, hochwertige Betreuung, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Betreuung der Kinder im vertrauten, wohnortnahen Umfeld.

„Wir haben zur Sicherung der Ferienbetreuung schulpflichtiger Kinder ein umfassendes Paket für die Gemeinden geschnürt“, führte Teschl-Hofmeister aus, dass die Unterstützung seitens des Landes aus finanziellen Förderleistungen für die Gemeinden und pädagogischen Angeboten, aber auch kostenlosen Angeboten für Inhaberinnen und Inhaber eines Familienland-Passes bestehe.

Jährlich werde von der Familienland Niederösterreich GmbH unter Niederösterreichs Gemeinden eine Umfrage durchgeführt. Zur Ferienbetreuung im Sommer 2025 hätten 473 Gemeinden eine Rückmeldung gegeben, informierte die Landesrätin, dass davon 347 ein Ferienangebot für schulpflichtige Kinder angeboten hätten – vom Ferienspiel bis zur mehrwöchigen Betreuung. „66 Gemeinden haben im Rahmen der jährlich durchgeführten Befragung rückgemeldet, dass sie kooperiert haben“, führte Teschl-Hofmeister aus, dass das eine Steigerung sei, denn im Vorjahr hätten 61 Gemeinden kooperiert. „280 Gemeinden haben eine Ferienbetreuung für schulpflichtige Kinder für mindestens sechs Wochen angeboten. 319 Gemeinden haben die Ferienbetreuung direkt am Schulstandort stattfinden lassen. Im Durchschnitt sind pro Woche rund 5.000 Kinder betreut worden“, so Teschl-Hofmeister.

„Ungefähr 75 Prozent der Gemeinden haben rückgemeldet und gesagt, sie werden ein Angebot für schulpflichtige Kinder anbieten. Die Anzahl der Gemeindekooperationen bleibt stabil“, sagte die Landesrätin in Vorschau auf den Sommer 2026. Sie hielt außerdem fest, dass im ländlichen Raum die Ferienbetreuung oft durch den Familienverband übernommen werde.

Hinsichtlich der finanziellen Förderung für Gemeinden, die eine Ferienbetreuung organisieren, hob die Landesrätin die NÖ Landesförderung im Rahmen des Ferienbetriebes in den Kindergärten in den Ferienwochen 4 bis 6 sowie für die Aktion „Ferienbetreuung“ hervor. Die Höhe der Förderung betrage maximal 250 Euro pro Gruppe und Woche, bei integrativem Betreuungsangebot maximal 400 Euro pro Gruppe und Woche. Zudem gebe es die Förderung von Seiten des Bundes: Wenn die Ferienbetreuung an einem Schulstandort mit schulischer Tagesbetreuung stattfinde, haben Gemeinden die Möglichkeit pro Schuljahr maximal 6.500 Euro Förderung für die Durchführung einer Ferienbetreuung zu erhalten. „Im vergangenen Jahr wurden für die Ferienbetreuung aus Mitteln des Landes und des Bundes insgesamt über zwei Millionen Euro ausbezahlt.“

Teschl-Hofmeister betonte weiters die Familienland Niederösterreich GmbH als wichtigen Kooperationspartner für alle Ferienbetreuungsangebote und nannte auch die Angebote mit der Wirtschaftskammer Niederösterreich wie die Ferienwoche „Business4Kids“ und die WIFI Kids Academy. „Es ziehen viele an einem Strang, der immer in die Richtung geht, es den Familien in Niederösterreich möglichst einfach zu machen“, betonte die Landesrätin auch die zahlreichen Angebote von Vereinen.

Barbara Trettler, Geschäftsführerin der Familienland Niederösterreich GmbH, informierte, dass die Familienland Niederösterreich GmbH auch in diesem Sommer wieder Kooperationspartner von ca. 75 niederösterreichischen Gemeinden sein werde. „Dabei sind insgesamt 190 Freizeitbetreuerinnen und Freizeitbetreuer im Einsatz, die mit großem Engagement und viel Kreativität für ein abwechslungsreiches und hochqualitatives Ferienbetreuungsangebot sorgen werden“, sprach Trettler auch das umfassende Aus- und Weiterbildungsangebot an, um die Qualität in der Ferienbetreuung und in der schulischen Tagesbetreuung gewährleisten zu können. „Mit dem Basiskurs Pädagogik ermöglichen wir auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern den beruflichen Einstieg in die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“, so Trettler.

Der Anspruch sei es, Kindern ein qualitativ-hochwertiges, abwechslungsreiches Programm und zugleich eine wertvolle Zeit zu ermöglichen. Unterstützt werden die Freizeitbetreuerinnen und Freizeitbetreuer in ihrer Arbeit durch eine umfangreiche Arbeitsmappe mit einem pädagogischen Konzept für die Betreuung in den Schulferien. Im Rahmen des Kinderschutzkonzeptes stehe ein praxisorientierter Handlungsleitfaden zur Verfügung. „Ferienerlebnisse sind für Kinder und Jugendliche von besonderer Bedeutung; sie schaffen Raum für Freundschaften, gemeinsame Erlebnisse, Bewegung, Kreativität und persönliche Entwicklung“, betonte Trettler, dass die Ferienbetreuung neben der Unterstützung von Familien Kindern die wichtige Möglichkeit biete, neue Erfahrungen zu sammeln, das Selbstvertrauen zu stärken, Freundschaften zu knüpfen und soziale Kompetenzen weiterzuentwickeln.

Bürgermeisterin Barbara Kainz als Sprecherin der Kleinregion, führte aus, dass die Kleinregion im Jahr 2000 gegründet worden sei, um effizient zu arbeiten, Ressourcen zu schonen und vor allem die Kosten im Rahmen zu halten; 2005 sei die Ferienbetreuung dann in der Kleinregion zum ersten Mal umgesetzt worden. „Unsere Kleinregion besteht aus den vier Gemeinden Golling, Erlauf, Pöchlarn und Krummnußbaum und heuer dürfen wir die Ferienbetreuung in zwei Volksschulen umsetzen – in der Volksschule Pöchlarn und in der Volksschule Golling“. Man biete insgesamt die Ferienbetreuung für acht Wochen an. „Wir haben drei Mitarbeiterinnen, die im Februar bereits beginnen, sich Gedanken über das Programm zu machen“, betonte Kainz, dass man „hochqualifiziert aufgestellt“ sei. „Gemeinsam ist unser Stichwort – gemeinsam zu erleben, gemeinsam zu gestalten und gemeinsam auch die Kosten zu stemmen“, führte Kainz aus, dass man heuer 41 Kinder betreue.

Nähere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Mag. (FH) Dieter Kraus, Pressesprecher, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail dieter.kraus@noel.gv.at, Familienland Niederösterreich GmbH, Karin Feldhofer, Leitung Kommunikation & Marketing, Telefon 02742/9005-13484, E-Mail karin.feldhofer@noel.gv.at, www.noe-familienland.at

Amt der NÖ Landesregierung
Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit
Anita Elsler, BA BA
Telefon: +43 (0)2742 / 9005 – 12163
E-Mail: anita.elsler@noel.gv.at

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