Jede:r Fünfte versteckt sich bei der Arbeit – der ÖGB sagt: Schluss damit

Jede:r Fünfte versteckt sich bei der Arbeit – der ÖGB sagt: Schluss damit

ÖGB hisst Regenbogenfahne und fordert lückenlose Gleichstellung für LGBTQIA+-Personen

In Österreich identifizieren sich zwischen 200.000 und 300.000 Arbeitnehmer:innen als LGBTQIA+. Diese Buchstaben stehen für verschiedene Gruppen von Menschen, die ihre sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität ausdrücken. Viele von ihnen erleben Diskriminierung – nicht nur im Alltag, sondern auch im Job.

Laut einer Studie sind 20 Prozent der befragten Beschäftigten LGBTQIA+-Personen im Beruf nicht geoutet – aus Angst vor Nachteilen, Diskriminierung oder abwertenden Reaktionen.

Der Österreichische Gewerkschaftsbund setzt anlässlich des Pride Month im Juni ein klares Zeichen: Vor der ÖGB-Zentrale in Wien wurde heute die Intersex-Inclusive Progress Pride Flag – eine Weiterentwicklung der klassischen Regenbogenfahne – gehisst. (Foto gerne auf Anfrage.)

GLEICHSTELLUNG OHNE WENN UND ABER

„Wir verbringen viel Zeit am Arbeitsplatz – und dort ist man nie nur Arbeitskraft, sondern immer auch Mensch. Niemand soll sich dafür verstecken müssen, wer er oder sie ist oder wen man liebt“, sagt Willi Mernyi, Bundesgeschäftsführer des ÖGB. „Viel zu viele tun das aber noch immer. Das ist eine unhaltbare Situation. Der ÖGB steht für eine völlige Gleichstellung von LGBTQIA+-Personen: ohne Wenn und Aber.“

Das österreichische Gleichbehandlungsgesetz verbietet Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Herkunft, Religion, Alter oder sexueller Orientierung im Arbeitsleben. Doch die Realität sieht oft anders aus. Der ÖGB setzt sich deshalb für einen umfassenden Diskriminierungsschutz auch außerhalb der Arbeitswelt ein.

VIELFALT STÄRKT DEN BETRIEB

„Betriebe, die Diskriminierung nicht tolerieren, profitieren: besseres Arbeitsklima, mehr Engagement, mehr Erfolg. Vielfalt ist kein Nice-to-have – sie ist ein Garant für ein gutes Miteinander. Nur gemeinsam können wir eine diskriminierungsfreie Arbeitswelt schaffen. Solidarität ist unsere stärkste Waffe“, so Mernyi.

Arbeitgeber tragen dabei eine besondere Verantwortung: Sie bestimmen wesentlich mit, welches Klima in einem Unternehmen herrscht – und ob Diskriminierung toleriert wird oder nicht.

DER ÖGB FORDERT:

* Lückenlose Gleichstellung von LGBTQIA+-Personen in der Arbeitswelt
* Ausweitung des gesetzlichen Diskriminierungsschutzes auf das Privatleben
* Aktives Engagement der Arbeitgeber:innen gegen Homophobie und Transphobie am Arbeitsplatz

Über uns:

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2 Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.

www.oegb.at

ÖGB Kommunikation
Mag. Peter Leinfellner
Telefon: 0650/36 36 399
E-Mail: peter.leinfellner@oegb.at

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