FPÖ – Haider zu Fluggastrechtereform: „EU-Rat will 22 Jahre alte Passagierrechte opfern, um Green-Deal-Kosten abzufedern“

FPÖ – Haider zu Fluggastrechtereform: „EU-Rat will 22 Jahre alte Passagierrechte opfern, um Green-Deal-Kosten abzufedern“

„Verbraucherschutz und echten Wettbewerb stärken statt Geschenke an die großen Airlines auf Kosten der Passagiere“

„Der EU-Rat ist leider bereit, den Passagieren ihre seit 22 Jahren bestehenden Rechte zu nehmen, nur um die gewaltigen Kosten des Green Deal abzufedern. Das ist ein klarer Verrat am Verbraucherschutz zugunsten großer Airlines“, warnt der freiheitliche EU-Parlamentarier Mag. Roman Haider vor Beginn der entscheidenden Marathon-Verhandlungsrunde im Vermittlungsausschuss zur Reform der Fluggastrechte-Verordnung heute um 14:30 Uhr.

Haider ist als Vertreter der drittgrößten Fraktion Patriots for Europe der einzige Österreicher im Kernverhandlungsteam des Europäischen Parlaments.

Die seit 2004 geltende Verordnung soll – wenn es nach dem Willen des Rates geht – massiv zulasten der Fluggäste geschwächt werden. Der Rat der EU-Mitgliedsstaaten (maßgeblich von Frankreich vorangetrieben) fordert unter anderem:

· Die Entschädigung bei Kurzstrecken-Verspätungen von 250 Ꞓ auf nur 83 Ꞓ zu senken und den Schwellenwert von 3 auf 4 bzw. 6 Stunden anzuheben.

· Die weitere Einschränkung des Rechts auf kostenloses Handgepäck.

· Die Erleichterung von No-Show-Klauseln und Zwang zur App-Nutzung (z. B. Ryanair).

„Statt die wahren Kostentreiber – das ETS-System und die teuren SAF-Quoten des Green Deal – anzugehen, sollen die Passagiere die Zeche zahlen. 22 Jahre alte, nie an die Inflation angepasste Rechte werden geopfert, um die Folgen der verfehlten Klimapolitik zu kaschieren. Das zeigt, wie radikal diese Öko-Agenda wirklich ist“, so Haider.

Während das Europäische Parlament die bestehenden Passagierrechte weitgehend verteidigt, zeigt der Rat eine deutlich airlineschonende Haltung, die vor allem großen Konzernen wie Lufthansa und Air France/KLM nützt. Das Ergebnis wären weniger Wettbewerb, höhere versteckte Kosten und schlechterer Schutz für die Verbraucher.

„Die Kommission hat sich durch den Green Deal selbst in eine Sackgasse manövriert und ist nun erpressbar. Anstatt die Ursachen zu bekämpfen, werden die Rechte der Bürger zurückgedreht. Das ist falsch. Wir brauchen einen starken Verbraucherschutz und einen echten Wettbewerb – nicht noch mehr Geschenke an die großen Carrier auf Kosten der Passagiere“, spricht Haider Klartext.

„Die Verhandlungen laufen unter hohem Druck. Eine Einigung zulasten der Fluggäste lehnen ich und meine Fraktion ab, das Parlament ist seit dem Start der Verhandlungen 2025 in diesem Punkt komplett einig und ist bereit, die Verhandlungen ergebnislos abzubrechen falls notwendig“, so Haider abschließend.

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