SPÖ-Auer: FPÖ-Ideen für Filmförderung wären Aus für den heimischen Film
SPÖ-Auer: FPÖ-Ideen für Filmförderung wären Aus für den heimischen Film
Kultursprecherin kritisiert freiheitlichen Antrag als realitätsfern: „Wer die Filmförderung halbieren will, schafft den österreichischen Kinofilm faktisch ab“
Scharfe Kritik übt SPÖ-Kultursprecherin Katrin Auer am heutigen Antrag der FPÖ im Kulturausschuss zur Reform der österreichischen Filmförderung. „Der Antrag zeigt vor allem eines: Die FPÖ hat die grundlegenden Rahmenbedingungen der österreichischen Filmlandschaft nicht verstanden. Wer die öffentliche Förderung auf maximal 50 Prozent der Herstellungskosten begrenzen will, gefährdet die Existenz des österreichischen Films insgesamt“, so Auer. „Während die FPÖ-Pläne den österreichischen Film de facto zerstören würden, arbeitet Kulturminister Andreas Babler daran, mit einem Investitionsbeitrag von Streaming-Diensten Mittel für den Film aufzustellen und so auch in budgetär angespannten Zeiten die Filmförderung aufzustocken“, so Auer. ****
Kein österreichischer Kinofilm seit Bestehen der Filmförderung (1981) weist eine Förderquote unter 50 Prozent auf. Das liegt nicht an mangelnder Effizienz, sondern an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eines kleinen Marktes. „Bei Umsetzung der FPÖ-Forderungen gäbe es künftig de facto keine österreichischen Kinofilme mehr“, warnt die SPÖ-Kultursprecherin. Hochwertige Filmproduktionen erfordern hohe Investitionen. „Die internationalen Erfolge des österreichischen Films – von Berlin bis Cannes – sind kein Zufall, sondern das Ergebnis einer gezielten und funktionierenden Förderpolitik.“
Auch die freiheitliche Kritik an mangelnder Transparenz sei nicht nachvollziehbar. „Die Filmförderung unterliegt bereits heute umfassenden Berichtspflichten und Kontrollmechanismen. Förderentscheidungen, Filmwirtschaftsberichte, Kulturberichte sowie Meldungen an die Transparenzdatenbank und die zuständigen Bundesstellen sorgen für ein hohes Maß an Nachvollziehbarkeit“, erklärt Auer. Zudem werde die Filmförderung laufend evaluiert und weiterentwickelt. „Statt funktionierende Strukturen infrage zu stellen, sollten wir darüber sprechen, wie wir den Filmstandort Österreich weiter stärken und die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Kreativwirtschaft sichern können.“
„Die österreichische Filmbranche schafft Arbeitsplätze, Wertschöpfung und kulturelle Sichtbarkeit weit über die Landesgrenzen hinaus. Wer ihre Fördergrundlagen zerstört, schadet nicht nur Kunst und Kultur, sondern auch dem Wirtschaftsstandort Österreich“, so Auer. (Schluss) ah/bj
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