Sport Austria bewertet Sportbudget mit gemischten Gefühlen

Sport Austria bewertet Sportbudget mit gemischten Gefühlen

Sport Austria bewertet das vorgelegte Budget aus Sicht des österreichischen Sports mit gemischten Gefühlen. Zwar enthält es einzelne positive Maßnahmen, dennoch werden dem organisierten Sport künftig – nicht zuletzt aufgrund der fehlenden Inflationsanpassung – alles in allem weniger Mittel zur Verfügung stehen als vor der Krise.

SPORT AUSTRIA-PRÄSIDENT HANS NIESSL ERKLÄRT: _„Zwar wird die Förderung unserer Sportverbände ab 2027 wieder auf das Niveau von 2024, also auf 120 Millionen Euro, angehoben, nach zwei Jahren ohne Indexanpassung bedeutet das real aber weniger Geld. Gleichzeitig werden die Mittel für Sportinfrastruktur, Spitzensportentwicklung, Technologieprojekte, Großveranstaltungen und weitere wichtige Maßnahmen von 85 Millionen Euro im Jahr 2026 auf 78,3 Millionen Euro im Jahr 2027 bis auf 74,2 Millionen Euro im Jahr 2028 reduziert.“_

Prinzipiell positiv sei die Aufstockung der Mittel für die Tägliche Bewegungseinheit um fünf Millionen Euro. Niessl: _„Allerdings erfolgt diese Erhöhung zulasten anderer Bereiche des Sportbudgets für den Spitzen- und Breitensport! Deshalb braucht es für die Tägliche Bewegungseinheit unbedingt neue Finanzierungsquellen außerhalb des Sportbudgets.“ _Nachsatz: _„Bitter ist freilich, dass dem österreichischen Sport summa summarum künftig weniger Geld zur Verfügung stehen wird!“_

Niessl abschließend: _„Der Sport hätte nicht zuletzt dank seiner 580.000 Ehrenamtlichen den Hebel, mit relativ wenig Mitteleinsatz eine enorme Wirkung für die gesamte Gesellschaft zu entfalten. Werden dem Sport jedoch weniger Mittel zur Verfügung gestellt, kann er diese Hebelwirkung nicht in jenem Ausmaß entfalten, wie das für Gesundheit, Wirtschaft und Gesellschaft möglich und notwendig wäre. Wer beim Sport spart, spart letztlich auch bei Prävention, Lebensqualität, Integration und wirtschaftlicher Wertschöpfung. Damit verzichtet man auf einen der wirksamsten Hebel, um mit vergleichsweise geringen Investitionen einen hohen gesellschaftlichen Nutzen zu erzielen.“_

Sport Austria – Österr. Bundes-Sportorganisation
Mag. Georg Höfner-Harttila
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