FP-Haimbuchner/Schiefer kritisieren Abschaffung des investitionsbedingten Gewinnfreibetrages

FP-Haimbuchner/Schiefer kritisieren Abschaffung des investitionsbedingten Gewinnfreibetrages

Budgetbegleitgesetz bringt Mehrbelastung für Freiberufler – Einsparungen müssen bei überbordenden Staatsausgaben erfolgen

Das Budgetbegleitgesetz 2027-2028 sieht die Abschaffung des investitionsbedingten Gewinnfreibetrages für Freiberufler vor. Das für Freiberufler durch Anschaffung von entsprechenden Wertpapieren samt Einhaltung der Behaltefristen bislang damit erzielbare 13. und 14. Monatsgehalt – als Pendant zur Arbeitnehmerseite – entfällt sodann ersatzlos. Der Linzer Rechtsanwalt und Wirtschaftsrechtsexperte Dr. Alexander Mirtl rechnet deshalb mit vermehrten Umgründungen in GmbH/FlexCo-Strukturen, um zumindest durch Thesaurierungseffekte einen gewissen Gegenpart zum geplanten Entfall des Gewinnfreibetrages zu schaffen.

_Standort Österreich hängt auch maßgeblich an Freiberuflern_

Der stv. oö. Landeshauptmann und Landesparteiobmann der FPÖ Oberösterreich, Dr. Manfred Haimbuchner hierzu: „Die in der Öffentlichkeit bisher weitgehend unbemerkt gebliebene Maßnahme trifft unverhältnismäßig stark die Sparte der Freiberufler und schwächt den Wirtschaftsstandort Österreich weiter.“ Die freien Berufe würden hierzulande ganz massiv zur Bruttowertschöpfung und damit auch zum Steuer- und Abgabenaufkommen sowie zur Generierung von Arbeitsplätzen beitragen, so Haimbuchner. Und weiter: „Die geplante steuerliche Schlechterstellung wird fast zwangsläufig zu einer Reduktion der unternehmerischen Tätigkeit führen – mit allen negativen Folgen auf die genannten Bereiche.“

_Forderung: Strukturreformen anstelle von neuen Belastungen_

Der freiheitliche Budgetsprecher im Nationalrat, NAbg. Mag. Arnold Schiefer, kritisiert das Festhalten der Bundesregierung an unrealistischen Budgetzielen auf dem Rücken der Bürger: „Nach EU-Kommission und Nationalbank ist nun auch der Fiskalrat zu dem Schluss gekommen, dass die Budgetziele der Bundesregierung nicht erreichbar sind.“ Die Regierung sei deshalb aufgefordert, nun endlich ein seriöses, stabiles Budget vorzulegen und dabei jene Strukturreformen umzusetzen, „die die überbordenden Staatsausgaben deutlich reduzieren und den Staat als Ganzes stärker in Richtung seiner Kernaufgaben zurückführen“, so Schiefer. Nur damit lasse sich eine Budgetsanierung durchführen, die auch nachhaltig wirkt und gegen allfällige Konjunkturschwankungen in der Weltwirtschaft immun ist, so der Budgetsprecher abschließend.

FPÖ Oberösterreich
Birgitt Großauer-Thurner
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