Lopatka: „Wer mit dem EU-Austritt liebäugelt, gefährdet den Wohlstand Österreichs“

Lopatka: „Wer mit dem EU-Austritt liebäugelt, gefährdet den Wohlstand Österreichs“

Auch 10 Jahre nach der Brexit-Abstimmung zieht Großbritannien keinerlei Vorteile aus dem Austritt

„Wer mit dem EU-Austritt liebäugelt, gefährdet den Wohlstand Österreichs. Gerade die heutige Situation in Großbritannien zeigt uns, dass der EU-Austritt kein Weg ist, den wir als Österreicherinnen und Österreicher gehen sollten. Der Brexit hat uns gezeigt, welchen Wert das Wort von Anti-Europa-Populisten wirklich hat. Die Migrationszahlen sind in ungekannte Höhen geschnellt, obwohl versprochen wurde, die Migration zu begrenzen. Und auch die Wirtschaft hat sich vom Brexit-Schock bis heute nicht erholt, obwohl versprochen wurde, dass der Brexit geradezu ein britisches Wirtschaftswunder auslösen würde. Statt dem versprochenen Wirtschaftswunder liegt das kaufkraftbereinigte BIP pro Kopf Großbritanniens mittlerweile laut Daten der OECD sogar unter dem EU-Durchschnitt. Noch 2010 lag Großbritannien 5.300 US-Dollar über dem europäischen Schnitt. Österreich würde als Binnenland im Herzen Europas nach einem Austritt, mit dem die FPÖ ja immer wieder liebäugelt, noch schlechter dastehen als der viel größere Inselstaat Großbritannien. Eine blaue Europapolitik hat also ganz klare Folgen: höhere Migrationszahlen, leere Regale und wirtschaftliches Chaos. Wer, wie die FPÖ, diese Zustände in Kauf nehmen würde, nur um die eigene Anti-Europapolitik auf die Spitze zu treiben, meint es nicht gut mit den Menschen in unserem Land“, betont der Delegationsleiter der Volkspartei im Europaparlament, Reinhold Lopatka.

„Der Brexit bleibt einer der dunkelsten Tage der europäischen Geschichte – Großbritannien mag zwar mehr verloren haben, aber auch die EU hat mit dem Austritt nichts gewonnen. Momentan ist der Weg zurück für Großbritannien nur schwer vorstellbar. Sicher ist nur, dass beide Seiten mehr aufeinander zugehen müssen. Großbritannien ist über die NATO mit vielen Staaten militärisch nach wie vor tief verbunden. Als einzige westeuropäische Atommacht neben Frankreich kommt Großbritannien auch ohne EU-Mitgliedschaft eine besondere Rolle in der Verteidigungsarchitektur Europas zu. Dennoch ist klar, dass auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit wieder zunehmen muss. Auch Österreich würde von einer besseren wirtschaftlichen Integration Großbritanniens im europäischen Wirtschaftsraum profitieren“, so Lopatka weiter, der abschließend festhält: „Alle, die es mit Österreich und Europa gut meinen, sollten alles daransetzen, die Zusammenarbeit zwischen Europa und Großbritannien wieder zu vertiefen. Ein mittel- oder langfristiger Wiedereintritt Großbritanniens mit fortschreitender Wiederannäherung wäre für beide Seiten ein Gewinn.“

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