Österreicher an Spitze europäischer Hochschulvereinigung gewählt
Österreicher an Spitze europäischer Hochschulvereinigung gewählt
Die European Union of Private Higher Education (EUPHE) hat Univ.-Prof. Dr. Karl Wöber, Rektor der Modul University Vienna Privatuniversität und Vertreter der Österreichischen Privatuniversitätenkonferenz (ÖPUK), im Rahmen ihrer Jahrestagung an der Paris School of Business zum neuen Präsidenten gewählt.
Mit der Wahl übernimmt Karl Wöber die Führung des europäischen Dachverbands privater Hochschulen, der mehr als 700 private Hochschulen und Universitäten aus acht europäischen Ländern mit insgesamt über 1,4 Millionen Studierenden vereint.
Die in Brüssel ansässige Organisation ist das europäische Netzwerk privater und unabhängiger Hochschulen und Universitäten. Sie vertritt die Interessen privater Hochschulen gegenüber europäischen Institutionen, Regierungen und weiteren Akteuren des Hochschulsektors.
Zu den zentralen Aufgaben der Organisation zählen die Förderung der Zusammenarbeit zwischen privaten Hochschulen in Europa sowie der Austausch von Erfahrungen und Best Practices in Lehre, Forschung und Hochschulmanagement. Darüber hinaus engagiert sich die EUPHE in der Beobachtung und Mitgestaltung europäischer Hochschulinitiativen – etwa Erasmus+, Akkreditierungsverfahren oder den European Degree – und entwickelt gemeinsame Positionen zu hochschul- und bildungspolitischen Themen auf europäischer Ebene. Dadurch werden die Interessen privater Hochschulen gegenüber der Europäischen Union und internationalen Organisationen gestärkt.
Für den neu gewählten Präsidenten Karl Wöber gehören die unterschiedlichen Rahmenbedingungen privater Hochschulen zu den größten Herausforderungen in Europa: „_Innerhalb Europas bestehen erhebliche Unterschiede, etwa bei der Zulässigkeit der Namensgebung, der Vielfalt des Studienangebots oder dem Umfang staatlicher Finanzierung privater Hochschulen. Diese Unterschiede beeinflussen auch die Attraktivität privater Hochschulen und führen mitunter zu Wettbewerbsverzerrungen – insbesondere dann, wenn Hochschulen ihre Studienangebote grenzüberschreitend in anderen europäischen Ländern anbieten._“
Beim Qualitätsmanagement sieht Wöber den Europäischen Hochschulraum bereits gut aufgestellt: „_Dank der Standards and Guidelines for Quality Assurance in the European Higher Education Area (ESG) verfügt der Europäische Hochschulraum über ein gemeinsames Referenzsystem, das vergleichbare Qualitätsstandards in allen Ländern gewährleistet. Gemeinsam mit meinem Executive Team möchte ich durch Best-Practice-Beispiele die Bedeutung und Leistungsfähigkeit unseres Hochschulsektors sichtbar machen._“
DIE NÄCHSTE JAHRESTAGUNG DER EUPHE SOLL 2027 IN WIEN STATTFINDEN.
Trotz der internationalen Reputation österreichischer Privatuniversitäten studieren hierzulande lediglich etwas mehr als vier Prozent aller Studierenden an privaten Hochschulen – der niedrigste Anteil unter den Mitgliedsländern der EUPHE. Zum Vergleich: In Deutschland liegt dieser Anteil bereits bei rund neun Prozent, in Frankreich bei 14 Prozent und in Polen bei mehr als einem Viertel.
Univ.-Prof. Dr. Karl Wöber ist Gründungsrektor der Modul University Vienna Privatuniversität. Von 2012 bis 2024 war er Vorsitzender der Österreichischen Privatuniversitätenkonferenz (ÖPUK). Mit Karl Wöber stellt die Modul University Vienna künftig den Präsidenten der EUPHE und stärkt damit ihre internationale Sichtbarkeit im europäischen Hochschulraum.
Dem neu gewählten Vorstand der EUPHE gehören neben Präsident Karl Wöber Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland, Irland, Slowenien und Spanien an.
Modul University Vienna
Alina Nosova
Head of Marketing and Communications
alina.nosova@modul.ac.at
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